ABL-Branche trotzt 2025 Rückgängen und setzt auf Exportstärke für 2026
Hermann KreuselABL-Branche trotzt 2025 Rückgängen und setzt auf Exportstärke für 2026
Deutschlands Analyse-, Biotech- und Labortechnikbranche (ABL) durchlebte 2025 ein schwieriges Marktumfeld, bewies aber dennoch Widerstandsfähigkeit. Zwar ging der Gesamtumsatz leicht zurück, doch die Branche hielt ihre Exporterlöse stabil und blickt mit vorsichtigem Optimismus auf das Wachstum im Jahr 2026.
Im vergangenen Jahr erzielte der ABL-Sektor einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro – ein minimaler Rückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zu 2024. Während die Inlandsumsätze um 1,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro sanken, blieb das Auslandsgeschäft mit 6,1 Milliarden Euro nahezu stabil und stieg sogar um 0,2 Prozent. Mit einem Exportanteil von rund 54 Prozent der Gesamtproduktion zeigt die Branche ihre starke Abhängigkeit von internationalen Märkten.
Die deutschen Exporte in EU-Länder legten in den ersten drei Quartalen 2025 um über fünf Prozent zu. Dagegen gingen die Lieferungen in die USA und nach China um 10 bzw. 6 Prozent zurück. Trotz dieser Herausforderungen rechnen die meisten Unternehmen für 2026 mit einem Umsatzplus von drei bis vier Prozent.
Der Sektor beschäftigt in Deutschland etwa 52.500 Menschen. Prognosen zufolge wird der globale ABL-Markt in den kommenden Jahren jährlich um rund fünf Prozent wachsen. Der Branchenverband SPECTARIS veröffentlichte zudem seinen "Trendreport Analyse-, Biotech- und Labortechnik 2026/2027", der zentrale Märkte und Chancen aufzeigt.
Vom 24. bis 27. März 2026 findet mit der analytica, der weltweiten Leitmesse für Labortechnik und Biotechnologie, wieder ein Branchentreff in München statt.
Die ABL-Branche bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland – mit stabiler Beschäftigung und starker Exportorientierung. Zwar gab es 2025 leichte Rückschläge, doch die langfristigen Aussichten bleiben positiv, gestützt durch die globale Marktexpansion und anstehende Fachmessen.






