AfD mit Rekordwerten in Umfragen – doch lokale Wahlen zeigen Schwächen der Rechtspopulisten
Mariechen Grein GrothAfD mit Rekordwerten in Umfragen – doch lokale Wahlen zeigen Schwächen der Rechtspopulisten
Die AfD verzeichnet in bundesweiten Umfragen einen deutlichen Aufstieg und liegt nun zwei bis drei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. In den ostdeutschen Bundesländern bleibt die Unterstützung stark: In Sachsen-Anhalt erreicht die Partei 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern 36 Prozent. Trotz dieses Schwungs zeigen jüngste Kommunalwahlen jedoch gemischte Ergebnisse für die rechtspopulistische Gruppierung.
Bei der Wahl zum Kreistag in der Uckermark setzte sich die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk klar gegen den AfD-Kandidaten Felix Teichner durch. Dörk wies Debatten über die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD als „Scheindiskussionen“ zurück und betonte stattdessen ihre Bilanz. Teichner, Abgeordneter im Landtag, präsentierte sich mit einem gemäßigteren Image – sogar mit Klavierauftritten, bei denen er Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader spielte.
Auf Bundesebene schlägt sich der Umfrageboom der AfD bisher nicht durchgehend in lokalen Erfolgen nieder. In diesem Jahr trat die Partei bei 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen in Ostdeutschland an, gewann davon aber nur zwei. Analysten stellen zudem fest, dass die meisten Wähler, die der CDU/CSU den Rücken kehren, nicht zur AfD wechseln – viele wollen stattdessen der Wahl fernbleiben oder linke Alternativen wählen.
Die jüngste Folge des Podcasts Bundestalk widmete sich Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Zu Gast waren der AfD-Experte Gareth Joswig, die Investigativjournalistin Anne Fromm und der Parlamentarische Korrespondent Stefan Reinecke – eine Diskussion, die die anhaltenden Debatten über den Einfluss der Partei widerspiegelt.
Die starke Umfrageposition der AfD steht im Kontrast zu ihren begrenzten lokalen Erfolgen. Zwar dominiert die Partei weiterhin in ostdeutschen Landesumfragen, doch aktuelle Niederlagen deuten auf Schwierigkeiten hin, die Unterstützung in Wahlsiege umzumünzen. Unterdessen analysieren politische Beobachter weiterhin, wie sich die etablierten Parteien auf den Aufstieg der AfD einstellen sollten.






