Allgäu prüft MVV-Beitritt – doch lohnt sich der Aufwand für die Region?
Hermann KreuselAllgäu prüft MVV-Beitritt – doch lohnt sich der Aufwand für die Region?
In Kempten und im Oberallgäu prüfen die lokalen Verantwortlichen derzeit, ob ein Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) sinnvoll wäre. Das Vorhaben folgt auf das Interesse der benachbarten Landkreise Kaufbeuren und Ostallgäu. Doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Kosten und des konkreten Nutzens für die Allgäu-Region bestehen.
Die Anbindung des Allgäus an den öffentlichen Nahverkehr ist seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Nun hat der Kreistag grünes Licht gegeben, eine mögliche MVV-Mitgliedschaft zu prüfen. Politiker aller Parteien unterstützten den Plan, die Rahmenbedingungen bis Ende 2024 zu untersuchen.
Der Stadtrat von Kempten hat sich noch nicht mit dem Vorschlag befasst. Währenddessen haben Kaufbeuren und Ostallgäu bereits signalisiert, dem Münchner Verkehrsnetz beitreten zu wollen. Doch es gibt weiterhin Zweifel, ob sich der finanzielle und logistische Aufwand für das Allgäu lohnen würde.
Die anstehende Untersuchung wird sich mit den Kosten, möglichen Serviceverbesserungen und den regionalen Bedürfnissen beschäftigen. Eine Entscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet. Falls der Beitritt genehmigt wird, könnte dies den Nahverkehr im Allgäu grundlegend verändern. Die nächsten Schritte hängen von der Sitzung des Kemptener Stadtrats und den Ergebnissen der laufenden Prüfung ab. Eine endgültige Antwort sollte bis Ende 2024 vorliegen.






