17 April 2026, 14:32

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Social-Media-Protest zum Kult wurde

Plakat für den Salon des Humoristes in Paris, das eine Frau mit einem menschlichen Gesicht inmitten einer Menge zeigt, mit Text zur Veranstaltung.

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Social-Media-Protest zum Kult wurde

Jedes Jahr am 22. Juli feiern Menschen den Anti-Duckface-Tag – einen scherzhaften Protest gegen einen einst beliebten Social-Media-Trend. Der Tag fällt zudem mit dem Pi-Approximations-Tag im amerikanischen Datumsformat zusammen, da 22/7 eine mathematische Annäherung an die berühmte Konstante darstellt.

Der Duckface-Trend bestand darin, dass Nutzer – vor allem Frauen – auf Profilbildern die Lippen schürzten. Prominente wie Angelina Jolie machten die Pose populär, was zu einer Flut ähnlicher Fotos in sozialen Netzwerken führte. Studien zeigten sogar, dass Frauen, die auf Dating-Plattformen wie OkCupid den Duckface nutzten, deutlich mehr Nachrichten erhielten als andere.

2011 ins Leben gerufen vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY, entwickelte sich der Anti-Duckface-Tag zu einer humorvollen Gegenbewegung. Die Gruppe komponierte eine Hymne für die Aktion, lud sie auf YouTube hoch und richtete mit antiduckface.com eine zentrale Website ein. Beim ersten Event beteiligten sich rund 21.000 Menschen, die ihre Profilbilder gegen ein Anti-Duckface-Abzeichen austauschten.

Seither ist der Tag zu einer Mischung aus Humor und gesellschaftlicher Reflexion geworden. Unterstützer ersetzen weiterhin ihre üblichen Fotos durch das Abzeichen und machen aus der Kritik an Online-Trends eine jährliche Tradition.

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Der Anti-Duckface-Tag bleibt ein skurriles, aber beständiges Internet-Phänomen. Er zeigt, wie sich die digitale Kultur weiterentwickelt – zwischen Satire und Mitmachaktion. Dass der Tag auch über ein Jahrzehnt später noch gefeiert wird, beweist, wie nachhaltig ein einstiger Scherz die Social-Media-Welt prägt.

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