Audi S3 2024: Radikaler Wandel nach 24 Jahren – endlich mehr Fahrspaß?
Mariechen Grein GrothAudi S3 2024: Radikaler Wandel nach 24 Jahren – endlich mehr Fahrspaß?
Audis S3 durchläuft nach 24 Jahren einen radikalen Wandel
Das neueste Modell von 2024 bricht mit der Tradition und setzt erstmals auf reines Fahrvergnügen – statt nur als Sprungbrett zum leistungsstärkeren RS3 zu dienen. Frühere Versionen des S3 waren zwar schnell, wurden aber oft als fahrerisch langweilig kritisiert, besonders im Vergleich zu Konkurrenten wie den Modellen von Renault Sport oder BMW M.
Der erste S3 debütierte im Jahr 2000 mit einem 1,8-Liter-Turbomotor, der 210 PS leistete. Er verfügte über ein Sechsgang-Schaltgetriebe und ein Haldex-Allradsystem. Kritiker bemängelten jedoch, dass er im Vergleich zu anderen kompakten Sportlern seiner Zeit an Fahrspaß einbüßte und zu wenig präzise reagierte.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich der S3 deutlich weiter. Die zweite Generation (2006–2012) brachte einen 265-PS-Motor und ein DSG-Getriebe mit. Die dritte Baureihe (2013–2020) steigerte die Leistung auf 300 PS und optimierte die Fahrwerksabstimmung. Die aktuelle vierte Generation (seit 2021) liefert nun 333 PS, ein fortschrittliches quattro-System mit Momentenverteilung und beschleunigt in nur 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Technische Aufwertungen wie Matrix-LED-Scheinwerfer und ein digitales Cockpit unterstreichen zudem seinen Premiumanspruch.
Trotz dieser Fortschritte blieben die früheren S3-Modelle beim Fahren eher "farblos". Sie setzten auf Effizienz und Ganzjahrestauglichkeit – nicht auf emotionale Fahrfreude. Konkurrenten wie der Renault Mégane RS, der BMW M135i oder der Hyundai i30 N legten dagegen mehr Wert auf puren Fahrspaß, Rennstreckenperformance oder Preis-Leistung. Der S3 hingegen überzeugte durch Luxus, Technologie und Alltagstauglichkeit – und das zu jeder Jahreszeit.
Das Modell 2024 ändert diese Philosophie grundlegend. Mit einem neuen Torque-Splitter-Differenzial an der Hinterachse und weiteren Feinabstimmungen zielt Audi nun auf präzisere Fahrdynamik ab. Zum ersten Mal steht nicht mehr der Übergang zum RS3 im Vordergrund, sondern die Zufriedenheit des Fahrers.
Der S3 von 2024 markiert eine Zeitenwende für Audis Kompakt-Sportler. Er bewahrt die typische Markenraffinesse und Allrad-Vielfältigkeit, setzt aber nun stärker auf Fahrspaß. Dieser Kurswechsel könnte seine Position im Wettbewerb neu definieren – besonders gegenüber Modellen, die sich durch Rennstreckenorientierung oder ungebändigten Fahrgenuss auszeichnen.






