Bayern meldet 60 Prozent weniger Asylanträge – und setzt auf harte Rückführungen
Cathrin BlümelBayern meldet Rekordzahl an Abschiebungen und Abreisen - Bayern meldet 60 Prozent weniger Asylanträge – und setzt auf harte Rückführungen
Bayern verzeichnet starken Rückgang bei Asylanträgen
In diesem Jahr ist die Zahl der Asylanträge in Bayern deutlich gesunken. Zwischen Januar und September 2025 registrierte das Land nur noch 10.600 neue Anträge – ein Rückgang um 60 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab nun bekannt, dass Bayern bei Rückführungen bundesweit führend sei: Tausende Menschen hätten den Freistaat entweder freiwillig verlassen oder seien abgeschoben worden.
Der Rückgang der Asylsuchenden spiegelt einen bundesweiten Trend wider. Allein die Anträge von Syrern gingen in den ersten neun Monaten 2025 um fast 40.000 zurück. Bayern setzt dabei besonders auf verschärfte Maßnahmen. Herrmann betont, dass Personen, denen in ihren Herkunftsländern – darunter Afghanistan und Syrien – keine Gefahr drohe, das Land verlassen müssten, sofern dies angeordnet werde.
Von Januar bis September wurden 14.646 Aufenthaltsbeendigungen verzeichnet. Davon verließen 11.859 Menschen das Land freiwillig, während 2.787 abgeschoben wurden. Herrmanns Haltung bleibt unnachgiebig: Abschiebungen würden dort fortgesetzt, wo sie notwendig seien – selbst in Länder, die weiterhin als hochriskant gelten.
Der allgemeine Rückgang der Asylanträge seit 2024 deutet auf veränderte Migrationsbewegungen hin. Dennoch hält Bayern mit seinem Fokus auf Rückführungen das Thema in der regionalen Politik präsent.
Die bayerische Linie führt zu weniger Asylsuchenden und mehr Wegzügen. Mit 10.600 neuen Anträgen und über 14.000 Aufenthaltsbeendigungen prägen die Maßnahmen des Freistaats die Zusammensetzung seiner Migrantenbevölkerung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich dieser Trend fortsetzt – und wie er sich auf die bundesweiten Zahlen auswirkt.






