Herbert Diess geht mit 67 in Rente – doch seine Millionen-Rente bei VW bleibt
Aysel MitschkeHerbert Diess verlässt VW endgültig - Renteneintritt beginnt - Herbert Diess geht mit 67 in Rente – doch seine Millionen-Rente bei VW bleibt
Herbert Diess, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, geht an diesem Wochenende an seinem 67. Geburtstag offiziell in den Ruhestand. Sein Abschied markiert das Ende einer Karriere, die von hohen Einkünften, Führungsquerelen und anhaltenden finanziellen Verbindungen zum Automobilkonzern geprägt war. Trotz seines Rückzugs wird er ab Samstag eine Rente von Volkswagen beziehen.
Diess wechselte 2015 von BMW zu Volkswagen und übernahm 2018 die Führung des Konzerns. Doch seine Amtszeit war von Turbulenzen geprägt. Sein direkter Führungsstil führte zu wiederholten Konflikten mit dem mächtigen Betriebsrat in Wolfsburg. Diese Spannungen sowie die Probleme bei Cariad, der kriselnden Software-Sparte des Unternehmens, spielten eine entscheidende Rolle für seinen späteren Abgang.
2021 verlängerte Volkswagen Diess' Vertrag, sodass er bis zu seinem 67. Geburtstag auf der Gehaltsliste blieb. Allein im vergangenen Jahr verdiente er fast 11,2 Millionen Euro – mehr als sein Nachfolger Oliver Blume. Blume, der aktuelle Vorstandsvorsitzende, hat sich für 2024 freiwillig zu einer Gehaltskürzung von 5 % bereit erklärt, mit Plänen, diese auf 11 % in den Jahren 2025 und 2026 zu erhöhen.
Abseits von Volkswagen blieb Diess aktiv. 2023 stieg er in den Aufsichtsrat des Halbleiterherstellers Infineon ein, wo er seitdem als Vorsitzender fungiert. Privat lebt er in Spanien, wo er ein kleines Hotel betreibt und nebenbei eine Rinderfarm sowie eine Birnenplantage bewirtschaftet.
Mit Diess' Ruhestand schließt sich ein Kapitel bei Volkswagen, doch seine finanziellen Verbindungen zum Konzern bestehen fort. Ab diesem Wochenende bezieht er seine Rente, die ihm auch nach seinem Ausscheiden ein gesichertes Einkommen garantiert. Unterdessen steht sein Nachfolger weiterhin unter Druck, die Softwareprobleme und Führungsherausforderungen des Automobilherstellers zu bewältigen.






