Bayern setzt auf Großspeicher: Rekordnachfrage überlastet Netzbetreiber
Hermann KreuselBayern setzt auf Großspeicher: Rekordnachfrage überlastet Netzbetreiber
Bayern erlebt Boom bei Großspeichern für Strom
Die Nachfrage nach großflächigen Batteriespeichern in Bayern steigt rasant, da Unternehmen und Politiker den Ausbau beschleunigen wollen. Der regionale Netzbetreiber Bayernwerk verzeichnet eine noch nie dagewesene Anzahl an Anschlussanfragen, während innovative Projekte wie das schwimmende Solarwerk von Sinn Power die wachsende Dynamik im Bereich erneuerbare Energien unterstreichen.
Auch die bayerische Staatsregierung signalisiert verstärkte Unterstützung für Speicherlösungen und kommt damit Forderungen der Branche nach besseren Rahmenbedingungen nach.
Netzbetreiber am Limit Bayernwerk ist derzeit mit Anfragen für den Anschluss großer Batteriespeicher überlastet. Nick Seeger, ein Unternehmensvertreter, sprach von einem "beispiellosen" Andrang. Um die Flut an Anträgen zu bewältigen, sucht der Netzbetreiber das Gespräch mit den Antragstellern, um Kompromisse zu finden – stets unter Einhaltung der technischen Standards.
Ab Oktober will Bayernwerk Anschlussangebote für Speicherprojekte mit einer Gesamtleistung von 800 Megawatt ausstellen. Wie CEO Leo Westphal mitteilte, sind bereits rund 1.000 Megawatt Großspeicherkapazität im Bayernwerk-Netz registriert.
Innovation und Politik Hand in Hand Unterdessen hat Sinn Power das weltweit erste schwimmende Photovoltaik-Kraftwerk mit vertikalen Solarmodulen in Betrieb genommen. Die 1,87-Megawatt-Anlage auf einem Kieswerk in Gilching zeigt neue Wege der erneuerbaren Stromerzeugung auf.
Der bayerische Speicherhersteller Fenecon begrüßt die jüngsten politischen Weichenstellungen. Das Unternehmen, das ausgediente E-Auto-Batterien zu Großspeichern umfunktioniert, lobte die Beschlüsse des "Runden Tisches Speicher und Verteilnetze" sowie des "Bayerischen Netzgipfels". Diese Maßnahmen sollen die Bedingungen für netzdienliche Speicherprojekte verbessern.
Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert einen schnelleren Ausbau der Speicherinfrastruktur in Bayern. Seine Forderung deckt sich mit der Strategie von Fenecon, das von der neuen energiepolitischen Ausrichtung der Staatsregierung profitiert.
Bayern als Vorreiter bei erneuerbaren Speichern Ab Oktober beginnt Bayernwerk mit der Bearbeitung von Anschlussgesuchen für 800 Megawatt Speicherkapazität. Der Nachfrageanstieg spiegelt die Bemühungen wider, die bayerische Energieinfrastruktur zu stärken. Mit Projekten wie dem schwimmenden Solarwerk von Sinn Power und der politischen Rückendeckung des Freistaats positioniert sich die Region als führend im Bereich erneuerbarer Speicherlösungen.






