Belfast in Flammen: Rassistische Ausschreitungen nach brutaler Messerattacke erschüttern die Stadt
Cathrin BlümelBelfast in Flammen: Rassistische Ausschreitungen nach brutaler Messerattacke erschüttern die Stadt
In Belfast hat sich in der vergangenen Woche schwere Unruhen ausgebreitet, bei denen mit Brandanschlägen Wohnungen von Migranten sowie ein von Afrikanern betriebener Supermarkt angegriffen wurden. Die Gewalt eskalierte nach einem brutalen Straßenüberfall, der die Stadt schockierte.
Auslöser der Ausschreitungen war ein online verbreitetes Video, das zeigt, wie der sudanesische Staatsbürger Hadid Allodid den Schotten Stephen Ogilvie fast enthauptet. Der Angriff löste Empörung aus und mündete in weitere gewalttätige Auseinandersetzungen.
Der deutsche Sender ZDF strahlte später in der Sendung ZDF heute live einen 30-minütigen Beitrag über die Unruhen aus. Darin behauptete der Sender, ein britischer Rechtsextremist sowie Elon Musk hätten zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen. Zudem stellte der Bericht die Frage, wer ein Interesse daran haben könnte, die Tat auszunutzen, um bürgerkriegsähnliche Konflikte zu schüren.
Musk hatte zuvor auf seiner Plattform X zu Protesten aufgerufen und geschrieben: „Nur durch wiederholten und lauten Widerstand haben wir eine Chance.“ Nach Kritik räumte das ZDF ein, seine Formulierungen in der Sendung seien unpräzise und irreführend gewesen. Der Sender korrigierte seine Aussage im Nachhinein.
Die Unruhen in Belfast werfen weiterhin Fragen zur Rolle sozialer Medien bei der Schürung von Spannungen auf. Die Angriffe haben Migrantengemeinden und lokale Unternehmen in Alarmbereitschaft versetzt.






