Potsdams Toleranzfest startet mit klarem Signal gegen Extremismus und Ausgrenzung
Hermann KreuselPotsdams Toleranzfest startet mit klarem Signal gegen Extremismus und Ausgrenzung
Potsdams jährliches Toleranzfest startet mit Appell gegen Extremismus
Das Potsdamer Toleranzfest hat mit einem Aufruf zum Widerstand gegen Extremismus begonnen. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle nutzte die Eröffnung der Veranstaltung, um zum Einsatz gegen wachsende Ausgrenzung und Intoleranz aufzurufen. Das Festival, das die Vielfalt feiert, vereint Sport, Musik und kulturelle Aktivitäten in der gesamten Stadt.
Organisiert wurde das Fest vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt, dem Fußballclub SV Babelsberg 03, der Pflegeeinrichtung Oberlinhaus und dem Medizintechnik-Hersteller Christoph Miethke. Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel warb auf Instagram für die Teilnahme und rief die Bürgerinnen und Bürger auf, sich unter dem Motto „Toleranz bewegt Potsdam“ an den Aktivitäten zu beteiligen.
Die Wurzeln des Festivals reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Potsdamer Edikt erließ. Dieses historische Dekret ermöglichte französischen Hugenotten, sich in Brandenburg niederzulassen, und half der Region, sich nach dem Dreißigjährigen Krieg zu erholen. Jahrhunderte später, im Jahr 2008, wurde das Neue Potsdamer Toleranzedikt verabschiedet – eine Bestätigung des ständigen Engagements der Stadt für Offenheit und gegenseitigen Respekt.
In ihrer Rede betonte Manja Schüle die zunehmenden Gefahren für eine offene Gesellschaft und verwies auf den Anstieg extremistischer Haltungen und rassistischer Angriffe. Noosha Aubel dankte später allen, die sich aktiv für Toleranz, Demokratie und die Vision einer Stadt einsetzen, die alle willkommen heißt.
Das Festival war zugleich Feier und Mahnung für die langjährigen Werte Potsdams. Veranstalter und Verantwortliche unterstrichen die Bedeutung des Zusammenhalts gegen Spaltung. Die Aktivitäten und Botschaften des Festivals stärkten das Bekenntnis der Stadt zu Inklusion und Gemeinschaftsgeist.






