Berlin und Brandenburg bewerben sich gemeinsam um die Weltausstellung 2035
Mariechen Grein GrothBerlin und Brandenburg bewerben sich gemeinsam um die Weltausstellung 2035
Berlin und Brandenburg treiben ihre Pläne voran, sich um die Ausrichtung der Weltausstellung 2035 zu bewerben. Beide Länder haben vereinbart, die Machbarkeit einer Durchführung in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) zu prüfen. Der Großteil des vorgesehenen Geländes liegt auf brandenburgischem Territorium – damit ist der Weg für ein gemeinsames Vorhaben geebnet.
In Berlin laufen die Gespräche über eine mögliche Bewerbung bereits seit Monaten. Die hiesige SPD unter Führung von Steffen Krach hatte konkrete Schritte gefordert und sogar eine außerplanmäßige Sitzung des Koalitionsausschusses angeregt, um das Verfahren zu beschleunigen. Nun haben Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke offiziell eine gemeinsame Prüfung eingeleitet.
Eine Arbeitsgruppe soll die Voraussetzungen, Chancen, Risiken und Erfolgsaussichten der Bewerbung analysieren. Wegner betonte, dass jede Entscheidung auf einer soliden Grundlage fußen müsse – von den Finanzen über die Infrastruktur bis hin zur Organisation und konzeptionellen Planung. Gleichzeitig verwies er auf mögliche Vorteile wie nachhaltige Infrastruktur, wirtschaftliches Wachstum, globale Sichtbarkeit und einen gestärkten sozialen Zusammenhalt in der Region.
Beide Länder streben an, bis spätestens Oktober einen gemeinsamen Entscheidungsrahmen zu verabschieden. Dieser Zeitplan wird darüber entscheiden, ob die Bewerbung in die nächste Phase geht. Zentral bleibt dabei der geplante Ausstellungsort in der Nähe des BER. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, könnte sie die Zukunft der Region Berlin-Brandenburg maßgeblich prägen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Region ihre Kandidatur für 2035 weiterverfolgt.






