31 May 2026, 02:22

Betrug mit dem 49-Euro-Ticket: Verkehrsverbände fordern härtere Kontrollen und digitale Lösungen

Verkehrsverbund fordert Maßnahmen gegen Betrug mit Deutschlandtickets

Betrug mit dem 49-Euro-Ticket: Verkehrsverbände fordern härtere Kontrollen und digitale Lösungen

Verkehrsverbände in Deutschland drängen auf schärfere Maßnahmen gegen Betrug mit dem 49-Euro-Deutschlandticket

Das monatliche Nahverkehrsticket, das den ÖPNV für alle erschwinglicher machen soll, ist zunehmend zum Ziel von Betrügern geworden. Nun fordern Behörden und Verbände strengere Kontrollen sowie bundesweit einheitliche Standards für digitale Ticketprüfungen.

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) hat bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen: Seit Monaten müssen Neukunden, die das Deutschlandticket per SEPA-Lastschriftmandat abschließen, zusätzliche Identitätsprüfungen durchlaufen. Dennoch stoßen Kontrolleure in München nach wie vor auf gefälschte Tickets und unerlaubte Kopien im Umlauf.

Betrüger erwerben das Ticket häufig mit gestohlenen oder gefälschten Bankdaten oder nutzen fremde Konten. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt, dass ohne einheitliche digitale Standards die Einnahmeausfälle weiter steigen und am Ende ehrliche Fahrgäste die Zeche zahlen müssten.

Der MVV fordert nun die Bundesregierung auf, technische Lösungen für die sichere Ticketausgabe und -prüfung zu finanzieren. Der VDV betont unterdessen, dass nur bundesweit einheitliche Regeln in allen Verkehrsnetzen Schlupflöcher schließen und Betrüger abschrecken können.

Der Vorstoß für verschärfte Kontrollen kommt zu einer Zeit, in der die Fallzahlen beim Deutschlandticket-Betrug zunehmen. Die Verkehrsverbände pochen auf flächendeckende Standards, um sowohl die Einnahmen als auch die ehrlichen Fahrgäste zu schützen. Ohne entschlossenes Handeln, so die Warnung, werde sich das Problem weiter verschärfen.

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