16 March 2026, 00:40

Boris Rhein fordert bei Münchner Sicherheitskonferenz Europas militärische Eigenständigkeit

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der Nordatlantikvertragsorganisation (NATO) von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen farblich nach Jahren unterteilt sind und zusätzliche Informationen oben angezeigt werden.

Boris Rhein fordert bei Münchner Sicherheitskonferenz Europas militärische Eigenständigkeit

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein wird in diesem Jahr erstmals an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Dort will er Hessen in den Fokus der nationalen und internationalen Sicherheitsdebatten rücken. Auf seiner Agenda stehen Forderungen nach einer stärkeren Bundeswehr und einem neuen Ansatz für die europäische Verteidigungspolitik.

Rheins Vorschläge kommen zu einer Zeit wachsender Besorgnis über Cyberbedrohungen, Angriffe auf kritische Infrastruktur und Russlands anhaltenden Krieg in der Ukraine. Er betont, Europa stehe nun vor der Wahl, seine eigene Zukunft zu sichern oder sich von anderen abhängig zu machen.

Im Mittelpunkt von Rheins Forderungen steht eine schlagkräftige Bundeswehr, die er als unverzichtbar für Frieden und Stabilität in Europa bezeichnet. Er schlägt eine "Deutschland-Garantie" für die Verteidigung vor, die sicherstellen soll, dass Sondermittel im Land bleiben und die heimische Rüstungsindustrie stärken. Dazu gehören ein Paket zur Einsatzbereitschaft sowie wirtschaftliche Impulse für den nationalen Verteidigungssektor.

Der Ministerpräsident plädiert zudem dafür, dass Europa mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernimmt. Er fordert eine offene Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung und begründet dies mit den sich wandelnden Bedrohungslagen. Seine Haltung spiegelt die Sorgen vor Cyberangriffen, Angriffen auf Infrastruktur und Russlands Invasion in der Ukraine wider – allesamt Entwicklungen, die seiner Meinung nach die Notwendigkeit von Abschreckung erneut unter Beweis stellen.

Auf der Konferenz wird Rhein an einer Podiumsdiskussion mit Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom teilnehmen, um die transatlantischen Beziehungen und die Rolle starker Regionen in einer gespaltenen Welt zu erörtern. Zudem sind bilaterale Gespräche zu geopolitischen Risiken und Europas strategischen Optionen geplant. Seine Delegation umfasst Europaminister Manfred Pentz und Staatssekretär Benedikt Kuhn – ein Zeichen für Hessens Ambitionen, die globalen politischen Debatten mitzugestalten.

Obwohl Rhein die Bedeutung der Partnerschaft mit den USA betont, besteht er darauf, dass Europa unabhängiger werden muss. Seine Botschaft ist klar: Der Kontinent kann sich für seine Sicherheit nicht länger allein auf andere verlassen.

Rheins Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz unterstreicht Hessens Bestreben, in der Verteidigungspolitik eine größere Rolle zu spielen. Seine Forderungen nach einer stärkeren Bundeswehr, einer "Deutschland-Garantie" und einer Debatte über europäische Nuklearabschreckung werden die Diskussionen prägen. Die Vorschläge zielen darauf ab, akute Bedrohungen zu bewältigen und gleichzeitig Europas langfristige Sicherheitsstrategie neu auszurichten.

AKTUALISIERUNG

Hesse's Boris Rhein Bestätigt Teilnahme an Wichtiger Münchner Sicherheitskonferenz-Panel

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat seine Teilnahme an der 'Spotlight on Transatlantic Cooperation from the Bottom Up'-Panel an der Münchner Sicherheitskonferenz am 23. Februar 2026 bestätigt. Wichtige Diskussionspunkte waren: - Stärkung regionaler Partnerschaften in der globalen Sicherheit - Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen wie Cyberbedrohungen - Betonung der Rolle von subnationalen Akteuren in transatlantischen Beziehungen. Die Sitzung mit Gavin Newsom unterstrich Hessens Engagement in der Gestaltung internationaler Sicherheitsdiskussionen.