16 March 2026, 00:40

Dorfens Hemadlenz-Fest bricht mit 4.500 Gästen alle Rekorde

Eine Gruppe von Menschen geht eine Kopfsteinpflasterstraße in Krakau, Polen, entlang, vorbei an einem Gebäude mit Fenstern, Bäumen, Laternen und Zelten, wobei einige eine Mütze und eine Tasche tragen und Tische mit verschiedenen Gegenständen darauf stehen.

Dorfens Hemadlenz-Fest bricht mit 4.500 Gästen alle Rekorde

Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest bricht Besucherrekord

In diesem Jahr wurde das traditionelle Hemadlenz-Fest in Dorfen zu einem großen Besucherfest: Rund 4.500 Gäste strömten in den bayerischen Ort, um am 12. Februar an dem spektakulären Brauchtum teilzuhaben. Im Mittelpunkt steht eine jahrhundertealte Tradition, bei der eine Strohpuppe namens Hemadlenz'n durch die Straßen getragen und schließlich auf einem Galgen verbrannt wird. Schaulustige aus der gesamten Region versammelten sich, um das Schauspiel mitzuerleben - für viele Auswärtige war es das erste Mal, dass sie den üngewohnlichen Brauch hautnah erlebten.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, hatte die Gemeinde strenge Maßnahmen ergriffen: Straßen wurden gesperrt, im Stadtzentrum galten Parkverbote, und in die Sicherheit wurden öber 5.000 Euro investiert. Private Sicherheitskräfte meldeten lediglich kleinere Vorfälle, sodass die Feierlichkeiten weitgehend friedlich verliefen.

Den Auftakt bildete das königliche Paar, Prinzessin Nicole I. und Prinz Bernhard I., das aus seiner Kammer am Unteren Tor trat. Ihr Erscheinen läutete den Festtag ein, der mit Musik, farbenfrohen Kostümen und traditionellen Darbietungen gefeiert wurde.

Ein Höhepunkt war der Besuch der Abordnung aus Armstorf im Kloster Armstorf, wo die Nonnen mit einem Ständchen bedacht wurden - ein fester Bestandteil der Hemadlenz-Tradition. Gleichzeitig verzeichneten die Verkäufe von Festkleidung einen Rekord: Nie zuvor waren bei der Parade so aufwendige Kostüme zu sehen wie in diesem Jahr.

Gegen Nachmittag erreichte der Hauptumzug den Marienplatz. Um 14:30 Uhr wurde die Hemadlenz'n-Puppe auf den Galgen gehievt und unter dem Jubel der Menge angezündet. Die symbolische Verbrennung steht für das Ende des Winters - ein Motiv, das auch andere bayerische Faschingsbräuche wie etwa in Karlsfeld teilen.

Die Sicherheitsvorkehrungen blieben den ganzen Tag über streng: Zufahrtsstraßen zum Stadtzentrum wurden mit Baggern und Lkw blockiert, um unerlaubte Fahrzeugzugänge zu verhindern. Trotz des großen Andrangs blieb die Stimmung friedlich, wie die Sicherheitskräfte bestätigten. Gröüere Zwischenfalle gab es nicht.

Das Hemadlenz-Fest 2026 in Dorfen endete mit einem vollen Erfolg und verzeichnete die höchste Besucherzahl seiner Geschichte. Durch Straßenabschnitte und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen verlief die Feier reibungslos und sicher. Mit der verbrannten Puppe und dem Ausklang der Festlichkeiten haben die Organisatoren bereits die Planungen für das nächste Jahr aufgenommen.

AKTUALISIERUNG

Wie das 2026er Hemadlenz-Fest nach einer pandemischen Pause zurückkehrte

Historische Zusammenhänge zeigen, dass die 4.500 Besucher des 2026er Hemadlenz-Fests einen bemerkenswerten Wiederaufschwung darstellen. Das Event wurde 2021 aufgrund von Pandemieeinschränkungen abgesagt, wobei lokale Führungspersonen damals Enttäuschung zum Ausdruck brachten. Die Besucherzahl dieses Jahres betont die Traditionenrobustheit, da das Fest nach einer fünfjährigen Pause mit voller Kraft zurückkehrte. Die 2026er Feierlichkeiten folgten ihrem offiziellen Zeitplan am 12. Februar und bestätigten die Rückkehr zur Normalität.