31 May 2026, 02:22

Bosnische Familie Hastor sichert sich über 20 Prozent an bayerischem Autozulieferer Grammer

Grammer bisher ohne Kontakt zu neuem Großinvestor

Bosnische Familie Hastor sichert sich über 20 Prozent an bayerischem Autozulieferer Grammer

Die bosnische Familie Hastor hat sich einen beträchtlichen Anteil am bayerischen Autozulieferer Grammer aufgebaut. Ihre kombinierten Beteiligungen übersteigen mittlerweile 20 Prozent des Unternehmens. Dieser Schritt folgt auf ein Jahr starken Wachstums für Grammer, dessen Aktienkurs seit Januar um 75 Prozent gestiegen ist.

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Die Investition der Familie Hastor in Grammer erfolgt über zwei separate Gesellschaften. Damir und Kenan Hastor halten über ihre Cascade International Investment etwas mehr als 10 Prozent der Anteile. Nijaz Hastor besitzt über seine Firma Halog weitere 10,2 Prozent. Beide Entitäten gelten nun als unabhängige Investoren.

Grammer, das Innenraumteile für Pkw sowie Sitze für Nutzfahrzeuge herstellt, hat von der Familie bisher keine direkte Mitteilung über deren Pläne erhalten. Das Unternehmen gab zudem an, keine Kenntnis davon zu haben, ob die Hastors beabsichtigen, weitere Anteile zu erwerben.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Familie Hastor in der deutschen Industrie für Aufsehen sorgt. Ihr Autozulieferer Prevent hatte zuvor bereits bei Volkswagen für Turbulenzen gesorgt, indem er Lieferungen stoppte. Gleichzeitig läuft die Übernahme des Küchenherstellers Alno durch die Familie noch.

Die wachsende Einflussnahme der Hastors bei Grammer erweitert ihr Portfolio an deutschen Unternehmen weiter. Ihr kombinierter Anteil liegt nun bei über 20 Prozent, doch ihre weiteren Absichten bleiben unklar. Der deutliche Kursanstieg von Grammer in diesem Jahr deutet jedoch auf ein starkes Marktvertrauen in die Performance des Unternehmens hin.

Quelle