Bundesweite Razzien bei Sicherheitsfirma wegen Fördergeldbetrugs im Millionenbereich
Mariechen Grein GrothBundesweite Razzien bei Sicherheitsfirma wegen Fördergeldbetrugs im Millionenbereich
Zollfahnder haben in den frühen Morgenstunden bundesweit Razzien bei einem Sicherheitsunternehmen durchgeführt. An der Aktion sind rund 130 Beamte beteiligt, die in Bayern und Nordrhein-Westfalen Wohn- und Geschäftsräume durchsuchen. Im Fokus stehen dabei die Region Würzburg sowie das Ruhrgebiet.
Das Hauptzollamt Schweinfurt leitet die Durchsuchungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Würzburg. Den Ermittlern zufolge soll das Unternehmen unrechtmäßig staatliche Fördergelder für Schulungsmaßnahmen von der Bundesagentur für Arbeit erhalten haben. Die Firma soll angeblich Kursgebühren und Zuschüsse abgerechnet haben, ohne die Mitarbeiter tatsächlich für die Weiterbildung freizustellen.
Bisher sicherten die Beamten umfangreiche Beweismittel, darunter Geschäftsunterlagen und elektronische Datenträger. Digitalforensiker unterstützen die Ermittlungen. Der geschätzte finanzielle Schaden liegt im siebenstelligen Bereich, da staatliche Mittel fälschlicherweise ausgezahlt wurden.
Die Operation läuft noch; eine detaillierte Auswertung der beschlagnahmten Beweise steht noch aus. Das Unternehmen steht weiterhin unter dem Verdacht, betrügerische Ansprüche auf Fördergelder für Schulungen geltend gemacht zu haben. Weitere Einzelheiten zum Fall haben die Behörden bisher nicht bekannt gegeben.
