Deutsche Bahn drohen milliardenschwere Finanzlücken – Schienenprojekte in Gefahr
Aysel MitschkeDeutsche Bahn drohen milliardenschwere Finanzlücken – Schienenprojekte in Gefahr
Die Deutsche Bahn steht in den kommenden Jahren vor einer massiven Finanzierungslücke. Trotz eines Sondervermögens für die Infrastruktur drohen Milliardendefizite wichtige Schienenprojekte zu gefährden. Mehrere große Bauvorhaben stehen nun auf der Kippe.
Die finanziellen Engpässe werden sich Jahr für Jahr verschärfen. Für 2027 rechnet das Unternehmen mit einem Fehlbetrag von rund 300 Millionen Euro. 2028 steigt dieser auf 538 Millionen Euro, um dann 2029 auf 1,44 Milliarden Euro anzuspringen.
Ohne gesicherte Finanzierung drohen entscheidenden Projekten Verzögerungen oder sogar die Streichung. Der Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg und Dresden könnte in dieser Legislaturperiode möglicherweise nicht mehr beginnen. Auch der für den Güterverkehr lebenswichtige Ostkorridor ist in Gefahr.
Weitere wichtige Strecken sind ebenfalls betroffen. Die ICE-Neubaustrecke zwischen Mannheim und Frankfurt könnte erst in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode mit dem Bau starten. Ungewiss bleibt auch der Ausbau der Strecke zwischen Karlsruhe und Basel sowie der Pfaffensteig-Tunnel in Stuttgart. Für keines dieser Vorhaben liegen bisher finanzierte Verträge vor. Die anhaltende Finanzkrise macht weitere Verschiebungen wahrscheinlich. Die Deutsche Bahn muss nun dringend Lösungen finden, um die milliardenschweren Lücken zu schließen, bevor die Fristen ablaufen.






