Deutsche Bahn drosselt Fernverkehr in Norddeutschland ab Oktober drastisch
Mariechen Grein GrothDeutsche Bahn drosselt Fernverkehr in Norddeutschland ab Oktober drastisch
Deutsche Bahn kündigt massive Einschränkungen im Fernverkehr in Norddeutschland an
Ab Anfang Oktober kommt es auf wichtigen Fernverkehrsstrecken in Norddeutschland zu erheblichen Behinderungen. Umfassende Sanierungsarbeiten betreffen unter anderem die Strecken Berlin–Hamburg und Hannover–Berlin. Reisende müssen sich in den kommenden Monaten auf längere Fahrzeiten und ein reduziertes Zugangebot einstellen.
Auf der Strecke Berlin–Hamburg gab es bereits Verspätungen, doch bis Mitte Juni soll der Betrieb wieder normal laufen. Die Instandsetzungsarbeiten auf dieser Linie nähern sich nach den Sommerarbeiten ihrem Abschluss.
Ab dem 2. Oktober beginnt auf der Strecke Hannover–Berlin eine großangelegte Baustelle. Pendler zwischen den beiden Städten müssen mit Verspätungen von bis zu 80 Minuten bei ICE-Zügen rechnen. Im Raum Braunschweig, einschließlich Helmstedt, wird das Angebot stark ausgedünnt – an einigen Bahnhöfen fallen fast alle Verbindungen weg.
Die ICE-Strecke über Kassel, die Braunschweig mit Frankfurt verbindet, wird während der Bauarbeiten vollständig gesperrt. Auch die IC-Züge zwischen Hannover und Leipzig fahren dann nur noch im Zweistundentakt. Als Ausweichmöglichkeit bietet die Deutsche Bahn mindestens einen Fernverkehrszug pro Stunde über Erfurt an.
Auf der Strecke Amsterdam–Berlin wird das Angebot ab Oktober auf einen Zug alle vier Stunden reduziert. Die Fahrten dauern hier bis zu 70 Minuten länger als üblich.
Wolfsburg verliert während der Bauarbeiten auf der Strecke Hannover–Berlin sämtliche Fernverkehrsanschlüsse. Die Änderungen gelten bis zum Abschluss der Sanierung. Die Deutsche Bahn rät Fahrgästen, mehr Zeit einzuplanen oder auf alternative Verbindungen auszuweichen, wo dies möglich ist.






