18 March 2026, 06:26

Deutsche Weinexporte in die USA stürzen nach Zollerhöhung 2025 ab

Altes deutsches Wein-Etikett mit einer Illustration von Trauben und Blättern, mit Text, der den Wein-Typ angibt.

Deutsche Weinexporte in die USA stürzen nach Zollerhöhung 2025 ab

Deutsche Weinexporte in die USA brechen 2025 nach neuen Zöllen dramatisch ein

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Die Ausfuhren deutschen Weins in die USA sind 2025 nach der Einführung neuer Strafzölle stark eingebrochen. Eine im Frühjahr verhängte Abgabe von 15 Prozent hat sowohl die Absatzmengen als auch die Umsätze deutlich gedrückt. Die Winzer sehen sich nun mit steigenden Kosten und einer schwindenden Nachfrage in ihrem einst wichtigsten Absatzmarkt konfrontiert.

Die US-Regierung hatte zu Beginn des Jahres 2025 zunächst einen Zollsatz von 20 Prozent auf deutschen Wein erhoben, der bis August auf 15 Prozent gesenkt wurde. Trotz dieser Anpassung zeigten sich die Auswirkungen sofort: Die Exportmenge sank um 11 Prozent auf 118.000 Hektoliter, während der Gesamtwert um 19 Prozent auf 51 Millionen Euro zurückging. Auch der Durchschnittspreis pro Liter verringerte sich um 41 Cent auf 4,43 Euro.

Die Zölle haben die Produktions- und Lagerkosten in die Höhe getrieben, doch die Winzer können die Verluste nicht durch höhere Verbraucherpreise ausgleichen. In der Folge sind die Exporte in die USA nun bereits seit fünf Monaten in Folge rückläufig – mit einem Minus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele Produzenten kämpfen mit unberechenbaren Preisen und einer nachlassenden Nachfrage.

Zwar ermöglichen es deutsche Nischenweine teilweise, höhere Aufschläge durchzusetzen, doch die allgemeinen Marktbedingungen erschweren es, die Zollbelastung zu kompensieren. Einige Winzer setzen nun auf China, wo die Exporte um über acht Prozent gewachsen sind. Andere Branchen, wie etwa der Rüstungskonzern Hensoldt, verzeichnen dagegen stabile US-Geschäfte – ein Zeichen dafür, wie unterschiedlich die Zölle verschiedene Sektoren treffen.

Experten warnen, dass diese Maßnahmen die Handelsbeziehungen dauerhaft verändern könnten, insbesondere in Bereichen wie der Pharmaindustrie. Die Winzer fürchten langfristige Schäden, sofern sich die Politik in der Zeit nach Trump nicht ändert. Ihre Hoffnung richtet sich auf eine Rückkehr zu faireren Handelsbedingungen.

Die Zölle haben die deutschen Weinexporte in die USA schwer angeschlagen – eine vollständige Erholung ist nicht in Sicht. Viele Produzenten suchen nun nach neuen Märkten, um die verlorenen Umsätze zu ersetzen. Ohne politische Kurskorrekturen drohen die Schäden für diese wichtige Handelsbeziehung dauerhaft zu werden.

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