PETA fordert Verbot von Jagd und Angeln als grausame Freizeitbeschäftigung
Mariechen Grein GrothPETA fordert Verbot von Jagd und Angeln als grausame Freizeitbeschäftigung
Die Tierschutzorganisation PETA fordert ein Ende von Jagd und Angeln als Freizeitbeschäftigung in Deutschland. Die Organisation argumentiert, dass diese Aktivitäten jährlich Millionen von Tieren unnötiges Leid zufügen. Laut PETA fehle beiden Praktiken jede ethische Rechtfertigung, und sie dienten auch keinem ökologischen Zweck.
Jährlich töten deutsche Hobbyjäger über fünf Millionen Wildtiere. Zusätzlich fallen rund 200.000 Katzen diesen Aktivitäten zum Opfer. PETA-Sprecher Peter Höffken erklärt, dass die Jagd soziale Strukturen bei Wildtieren zerstöre, die Fortpflanzungsraten erhöhe und langes Leiden verursache.
Auch Angler tragen zu flächendeckenden Schäden bei: Millionen von Fischen erleiden jährlich Verletzungen durch Haken, Schmerzen und einen langsamen Erstickungstod. Studien belegen, dass Fische empfindungsfähige Wesen sind, die Schmerzen spüren und sich sogar im Spiegel erkennen können.
Einige Bundesländer haben bereits Schritte unternommen, um die Jagd einzuschränken. Brandenburg verhängt im Juni ein Jagdverbot zum Schutz der Wildtiere und stuft Wölfe als geschützte Art ein – mit Ausnahmen bei Schäden. Schleswig-Holstein begrenzt die Einzeljagd durch Gruppenabschusspläne und reduziert so die Flexibilität der Jäger.
PETA besteht darauf, dass Freizeitjagd und -fischerei in einer modernen Gesellschaft keinen Platz haben. Die Organisation verweist auf bestehende gesetzliche Maßnahmen in Brandenburg und Schleswig-Holstein als mögliche Vorbilder für eine bundesweite Reform. Ohne ethische oder ökologische Begründung verursachen diese Aktivitäten weiterhin massenhaftes Tierleid in ganz Deutschland.






