Deutschland soll seine globale Diaspora stärker einbinden – neue Forderungen der Bayreuther Erklärung
Mariechen Grein GrothDeutschland soll seine globale Diaspora stärker einbinden – neue Forderungen der Bayreuther Erklärung
Neue Erklärung fordert engere Bindung zwischen Deutschland und seiner globalen Diaspora
Die Stiftung für Verbundenheit drängt auf eine Neuausrichtung der Außenpolitik, um deutsche Minderheiten weltweit besser zu unterstützen. Diese Gemeinschaften, die etwa 60 Millionen Menschen umfassen, gelten als unverzichtbare Partner bei der Förderung von Sprache, Kultur und demokratischen Werten.
Die Bayreuther Erklärung betont die Rolle deutscher Minderheiten als Brückenbauer: Sie könnten wirtschaftliche Beziehungen stärken, indem sie den Zugang zu neuen Märkten eröffnen und Innovationspartnerschaften fördern. Das Dokument hebt zudem ihr Potenzial in der Bürgerdiplomatie hervor – durch persönliche Begegnungen und zivilgesellschaftliches Engagement entstehen wertvolle Verbindungen.
Aktuell sind rund 200.000 deutschsprachige Israelis von Förderprogrammen ausgeschlossen. Die Stiftung fordert, dass Deutschland seine Unterstützungspolitik modernisiert, um alle deutschen Minderheiten im Ausland einzubeziehen. Dazu gehört auch die Vereinfachung der Wahlverfahren für Bundestags- und Europawahlen, um die politische Teilhabe zu erhöhen.
Die Erklärung ruft Deutschland darüber hinaus auf, mehr Verantwortung für seine Diaspora zu übernehmen. Gefordert werden eine stärkere internationale Interessenvertretung zum Schutz ethnischer und sprachlicher Minderheiten sowie die Vertiefung kultureller und wirtschaftlicher Bindungen.
Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, deutsche Minderheiten enger in das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben einzubinden. Erleichterte Wahlrechte und erweiterte Fördermöglichkeiten könnten ihre Rolle als globale Botschafter stärken. Die Forderungen der Stiftung setzen die Politik nun unter Druck, den Umgang mit den Auslandsgemeinschaften neu zu denken.






