Deutschlands Eishockey-Frauen feiern Boom – doch ein Turnier fällt aus
Mariechen Grein GrothDEB: Zukunft parallel internationale Länderspiele für Frauen und Männer - Deutschlands Eishockey-Frauen feiern Boom – doch ein Turnier fällt aus
Deutschlands Fraueneishockey-Team erlebt einen Popularitätsschub wie nie zuvor. Die Spiele der Mannschaft locken mittlerweile Tausende Fans in die Stadien und werden live auf MagentaSport übertragen. Kapitänin Daria Gleißner begrüßt die wachsende Unterstützung und bezeichnet sie als seltene Chance für das Team.
Der Aufstieg der Mannschaft fällt mit den Bemühungen des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zusammen, die Sichtbarkeit des Fraueneishockeys zu erhöhen. Seit 2023 bietet ein jährlich stattfindendes Heimturnier der Frauenmannschaft eine größere Bühne. Doch in diesem Jahr gibt es einen Rückschlag: Die Frauen-Weltmeisterschaft im November kollidiert mit dem Germany Cup, sodass das Team auf das Turnier verzichten muss.
Gleißner gab ihre Enttäuschung zu, vertraut aber darauf, dass der DEB einen adäquaten Ersatz organisieren wird. Unterdessen laufen bereits die Planungen für 2026. Im April wird das Frauenteam parallel zur Männer-Nationalmannschaft internationale Spiele bestreiten – unter anderem gegen die USA, England und Spanien. Die in Deutschland ausgetragenen Partien dienen als Testspiele für die Europameisterschaft.
Zudem wird die Frauenmannschaft während der Vorbereitung der Männer auf die WM in zwei weiteren Testspielen auftreten. Christian Künast, Sportdirektor des DEB, sieht darin eine Möglichkeit, das Frauenprogramm noch stärker in große Events einzubinden.
Die Mannschaft spielt inzwischen vor größeren Zuschauerrängen und profitiert von der gestiegenen Aufmerksamkeit. Mit internationalen Spielen 2026 wird der Spielplan noch voller. Die Herausforderung bleibt, große Turniere und die Wettbewerbsfähigkeit des Teams unter einen Hut zu bringen.






