05 April 2026, 08:24

GEMA verklagt OpenAI: Streit um KI-Training mit Songtexten vor Münchner Gericht

Zwei Personen in einer hitzigen Diskussion, eine mit erhobenem Arm und die andere in defensiver Haltung, mit der Überschrift "Der Kampf um das Urheberrecht" darüber auf einem sternenklaren blauen Hintergrund.

GEMA verklagt OpenAI: Streit um KI-Training mit Songtexten vor Münchner Gericht

Ein Rechtsstreit um Songtexte hat ein deutsches Gericht erreicht

Im Mittelpunkt der Klage stehen ausschließlich die Texte – nicht die Melodien – der betreffenden Lieder. Die GEMA, die in Deutschland die Interessen von Musikschaffenden vertritt, wirft OpenAI vor, das Material ohne Erlaubnis genutzt zu haben. Rechtsexperten zufolge hat die Organisation in diesem Fall eine starke Position.

Der Konflikt ist Teil eines größeren Trends. Bis Anfang 2026 haben zahlreiche Künstler und Labels ähnliche Schritte gegen KI-Unternehmen eingeleitet. 2023 verklagte die Universal Music Group Anthropic vor einem Gericht in Tennessee wegen der Verwendung von Texten von Drake und The Weeknd. Im Jahr darauf nahm die RIAA Suno und Udio ins Visier, denen vorgeworfen wird, ohne Zustimmung die Kataloge großer Labels genutzt zu haben. Selbst einzelne Künstler wie Thom Yorke und Björk haben Ansprüche gegen KI-Firmen geltend gemacht, die ihre Werke zur Trainierung von Modellen verwenden.

Der Münchner Prozess reiht sich in die wachsende Liste juristischer Auseinandersetzungen um die Nutzung kreativer Inhalte durch KI ein. Da erhebliche Summen auf dem Spiel stehen, könnte das Urteil Präzedenzcharakter für künftige Fälle in Europa haben. Die Entscheidung des Gerichts könnte maßgeblich beeinflussen, wie KI-Unternehmen künftig mit urheberrechtlich geschützten Texten umgehen. Derzeit zählt der Fall der GEMA zu den meistbeachteten in der Region. Ein Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle