15 March 2026, 08:23

Digitales Einreise-System EES revolutioniert Schengen-Grenzkontrollen ab 2025

Eine Gruppe von Polizisten steht vor einem großen Gebäude mit Fenstern, Säulen und Bögen, mit Fahrzeugen auf der Straße und einer Person mit einer Kamera auf der linken Seite, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen, Verkehrsampeln und Flaggen im Hintergrund.

Digitales Einreise-System EES revolutioniert Schengen-Grenzkontrollen ab 2025

Neues digitales System zur Erfassung von Reisenden im Schengen-Raum startet Ende 2024 oder später

Ein neues digitales System zur Überwachung von Ein- und Ausreisen im Schengen-Raum soll Ende 2024 oder zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden. Das sogenannte Einreise-/Ausreisesystem (EES) ersetzt manuelle Passstempel durch Echtzeit-Biometriekontrollen. Behörden zufolge soll die Maßnahme die Sicherheit erhöhen und Identitätsbetrug an Europas Grenzen eindämmen.

Da das System 2023 noch nicht aktiv war, wurden in diesem Jahr keine Daten von Drittstaatsangehörigen digital erfasst.

Das EES wird Gesichtsbilder, Fingerabdrücke und Passdaten von Reisenden in einer zentralen EU-Datenbank speichern. Diese Informationen ermöglichen es den Behörden, Identitäten präziser zu überprüfen und Überziehungen der erlaubten Aufenthaltsdauer zu erkennen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte, dass das System die Kontrollen an Landgrenzen stärkt und gleichzeitig die Überwachung des Flugverkehrs verbessert. Flughäfen wie Nürnberg und Memmingen, die gemeinsam jährlich über drei Millionen Schengen-Ein- und -Ausreisen abwickeln, spielen bei der Umsetzung eine zentrale Rolle. Allein der Flughafen Nürnberg verzeichnete 2025 mit 4,5 Millionen Passagieren einen Rekord.

Durch den Ersatz der manuellen Stempelung modernisiert das EES die Grenzkontrollen. Behörden argumentieren, dass ein robuster Schutz der Außengrenzen weiterhin entscheidend ist, um die Reisefreiheit innerhalb des Schengen-Raums zu erhalten.

Das EES markiert den Übergang von papierbasierten Aufzeichnungen zu einer automatisierten biometrischen Erfassung. Sobald es in Betrieb ist, gilt es für alle Nicht-EU-Bürger, die Schengen-Grenzen überschreiten. Die Behörden erwarten, dass das System die Sicherheit erhöht und gleichzeitig die Reiseüberwachung im gesamten Bündnis effizienter gestaltet.

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