Dorfhelfer im Landkreis Fürth: Dramatischer Personalmangel gefährdet Landwirte
Cathrin BlümelDorfhelfer im Landkreis Fürth: Dramatischer Personalmangel gefährdet Landwirte
Dorfhelfer im Landkreis Fürth gehen dramatisch zurück
In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Dorfhelfer im Landkreis Fürth stark gesunken. Gab es 2014 noch drei Vollzeit- und 30 Teilzeitkräfte, sind es heute nur noch zwei Festangestellte und elf Aushilfen. Die lokalen Behörden rufen nun dringend nach Verstärkung, um die notleidenden Landwirte in der Region zu unterstützen.
Heike Vogel arbeitet seit 20 Jahren als Dorfhelferin in Fürth. Zu ihren Aufgaben gehören das Füttern und Melken der Tiere, die Bewältigung von Haushaltsaufgaben sowie die Mithilfe bei Außenarbeiten, wenn Bauernhöfe in Schwierigkeiten geraten. Diese Dienstleistungen entlasten landwirtschaftliche Betriebe in Krisensituationen entscheidend.
Kürzlich besuchte Landrat Bernd Obst gemeinsam mit Bettina Hechtel und Dr. Peter Schlee den Hof von Heike Vogel in Deberndorf. Der Besuch sollte die Bedeutung der betrieblichen Unterstützung in der Region unterstreichen. Obst betonte, wie unverzichtbar solche Hilfsangebote für die Landwirte im Landkreis seien.
Der Rückgang der Helfer spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Die geleisteten Stunden für landwirtschaftliche Unterstützung sanken von 42.000 im Jahr 2014 auf nur noch 26.000 im Jahr 2024. Im Landkreis Fürth suchen die beiden größten Arbeitgeber – der Maschinenring Fürth und der Evangelische Dorf- und Betriebshilfedienst Hesselberg – nun aktiv nach Personal. Beide Organisationen bieten Vollzeit- und Teilzeitstellen an.
Interessierte können sich beim Maschinen- und Betriebshilfsring Fürth über die Website, telefonisch unter (09127 / 95 48 660) oder per E-Mail ([email protected]) bewerben. Der Evangelische Dorf- und Betriebshilfedienst in Bayern (Hesselberg) ist über die Website, unter der Telefonnummer (09854 / 100) oder per E-Mail ([email protected]) erreichbar.
Durch den deutlichen Rückgang an Dorfhelfern stehen den Landwirten, die dringend Unterstützung benötigen, immer weniger Ressourcen zur Verfügung. Mit den laufenden Einstellungsbemühungen hoffen die lokalen Dienste, ihre Belegschaft wieder aufbauen zu können. Ob dies gelingt, wird maßgeblich darüber entscheiden, wie nachhaltig der Landkreis seine landwirtschaftliche Hilfsstruktur in den kommenden Jahren aufrechterhalten kann.






