09 May 2026, 10:25

Neue Matrix hilft Bäuer:innen bei der Auswahl solarfreundlicher Kulturen

Luftaufnahme eines Solarparks mit Solarpanelen auf einem Feld, umgeben von B├Ąumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer n├Ąhergelegenen Eisenbahnschiene.

Neue Matrix hilft Bäuer:innen bei der Auswahl solarfreundlicher Kulturen

Ein neues Werkzeug hilft Landwirt:innen, die besten Kulturen für solarbetriebene Felder auszuwählen. Forscher:innen der Technischen Hochschule Ingolstadt haben eine Matrix entwickelt, die Entscheidungen in Agrarphotovoltaik-Projekten erleichtert. Das System ordnet Pflanzen den besonderen Bedingungen unter Solarmodulen zu, wo Schatten und Mikroklimata eine entscheidende Rolle für das Wachstum spielen.

Die Matrix bewertet zwölf wichtige Kulturarten, darunter Beeren, Obstbäume und Gemüse. Diese Pflanzen gedeihen besonders gut in den Mikroklimaten, die durch Solaranlagen entstehen – sie profitieren von Halbschatten und einem veränderten Wasserbedarf. Getreide, Faserpflanzen und Ölsaaten hingegen haben es in größeren beschatteten Flächen schwerer, da sie mehr Platz und Sonnenlicht benötigen.

Kräuter, Gräser und Hülsenfrüchte eignen sich besonders gut für die Agrarphotovoltaik, vor allem in trockenen Regionen. Das Tool berücksichtigt Faktoren wie Wasserbedarf, Schattentoleranz und Platzanforderungen, um die Eignung zu bestimmen. Dabei stützt es sich auf Daten aus 117 Studien in 25 Ländern und nutzt globale Sonneneinstrahlungsdaten, um Empfehlungen für verschiedene Klimazonen zu verfeinern.

Die Ergebnisse, veröffentlicht im Solar Compass unter dem Titel „Kulturenauswahl in der Agri-PV: Strategisches Entscheidungsmodell auf Basis einer internationalen Übersichtsstudie“, zeigen das Potenzial für kleine bäuerliche Gemeinschaften. Agrarphotovoltaik fördert dezentrale erneuerbare Energien und nachhaltige ländliche Entwicklung, da sie weniger Photovoltaik-Leistung pro Hektar benötigt als großflächige Solarparks.

Die Matrix bietet Landwirt:innen eine datengestützte Methode, um Kulturen für Solar-Sharing-Systeme auszuwählen. Durch die Anpassung der Pflanzen an lokale Bedingungen soll sie Erträge steigern und gleichzeitig die saubere Energieerzeugung ausbauen. Die Forschung könnte dazu beitragen, dass Agrarphotovoltaik zu einer praktikablen Lösung für die gleichzeitige Nahrungsmittel- und Stromproduktion in unterschiedlichen Regionen wird.

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