Dramatische nächtliche Rettung am Zugspitzgipfel nach Kletterunfall in Eisnot
Hermann KreuselDramatische nächtliche Rettung am Zugspitzgipfel nach Kletterunfall in Eisnot
Nächtliche Rettungsaktion am Zugspitzgipfel nach Kletterern in Eisnot
Am Donnerstagabend spielte sich nahe dem Gipfel der Zugspitze eine dramatische Rettungsaktion ab, nachdem drei Bergsteiger in eisigen Bedingungen in Not geraten waren. Bergrettungskräfte eilten zum Einsatzort, als die Gruppe in Schnee und bei klirrender Kälte mit unzureichender Ausrüstung für die extremen Wetterverhältnisse festsaß.
Ausgelöst wurde der Alarm, nachdem zwei Kletterer am Ostverschneidung des Oberreintalschrofens in Schwierigkeiten geraten waren. Ihr Seil hatte sich verklemmt, sodass sie in der Kälte festsaßen. Ein dritter, ebenfalls in Not geratener Bergsteiger befand sich in der Nähe auf der Route des Stopselziehersteigs.
Ein Rettungshubschrauber setzte vier Retter nahe dem Gipfel ab. Diese erklommen anschließend sechs schwierige Seillängen, um zu dem eingeklemmten Duo vorzudringen. Nach ihrer Sicherung wurden die beiden Kletterer ausgeflogen und unverletzt zur Oberreintalhütte gebracht.
Unterdessen rettete das Bergrettungsteam aus Ehrwald den dritten Kletterer. Die Einsatzkräfte brachten die Person über den Stopselziehersteig hinab und transportierten sie zur Wiener-Neustädter-Hütte, wo sie Unterschlupf fand. Die gesamte Operation dauerte bis Mitternacht an, wobei sich die Wetterbedingungen zunehmend verschlechterten und die Retter bis in die Nacht hinein im Einsatz blieben.
Trotz der extremen Umstände konnten alle drei Bergsteiger unverletzt geborgen werden. Die Rettungsaktion unterstrich die Gefahren des alpinen Kletterns ohne angemessene Winterausrüstung. Über Verletzte wurde von den Behörden nicht berichtet.






