EcoG-Report: Ladesysteme für E-Autos bleiben unzuverlässig – trotz Fortschritten
Cathrin BlümelEcoG-Report: Ladesysteme für E-Autos bleiben unzuverlässig – trotz Fortschritten
EcoG veröffentlicht zweiten Ladezuverlässigkeitsindex (CRI) – Fortschritte, aber weiterhin gravierende Mängel
Die Umweltorganisation EcoG hat ihren zweiten Ladezuverlässigkeitsindex (CRI) veröffentlicht, in dem die Leistung von zehn bordeigenen Ladesystemen für Elektrofahrzeuge bewertet wird. Die Studie zeigt, dass trotz einiger Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr weiterhin erhebliche Probleme bestehen.
Laut dem Bericht 2024 erfüllte keines der zehn getesteten Systeme die Kundenerwartungen vollumfänglich. Die Bewertungen lagen zwischen 39 und 76 von 100 Punkten – ein deutlicher Beleg für die großen Unterschiede in der Zuverlässigkeit. Besonders problematisch waren bei drei der Plattformen wiederholt unterbrochene Ladevorgänge.
Häufige Fehlerquellen waren Autorisierungszeitüberschreitungen, die zu unerwarteten Ladeabbrüchen führten, sowie die 12-Volt-Starterbatterie, die oft Systemausfälle verursachte. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass sich Signalqualität und Ladestabilität im Vergleich zum Bericht 2023 verbessert haben.
Bei der Cybersicherheit gingen die Hersteller unterschiedliche Wege: Während westliche Automobilkonzerne vor allem auf Verschlüsselungstechnologien für die Datenübertragung während des Ladevorgangs setzten, zeigten einige chinesische Marken ein geringeres Problembewusstsein für mögliche Cyberrisiken in ihren Systemen.
Trotz der Mängel gab es Fortschritte bei der Sicherheit – während der Studie wurden keine Verletzungen im Zusammenhang mit Ladefehlern registriert.
Der Bericht nennt keine konkreten Hersteller oder Maßnahmen zur Behebung der Probleme. Dennoch deutet die Analyse darauf hin, dass Ladesysteme zwar sicherer und stabiler werden, die Zuverlässigkeit aber weiterhin hinter den Nutzeranforderungen zurückbleibt. Für künftige Modelle seien daher weitere Verbesserungen notwendig.






