Einreiseverbot für Uygur und Piker erschüttert SXSW London und Meinungsfreiheitsdebatte
Cathrin BlümelEinreiseverbot für Uygur und Piker erschüttert SXSW London und Meinungsfreiheitsdebatte
Zwei bekannte Kommentatoren, Cenk Uygur und Hasan Piker, wurde am Montag die Einreise nach Großbritannien verweigert. Die Entscheidung des Innenministeriums verhinderte ihre Teilnahme an geplanten Veranstaltungen, darunter Reden im Rahmen der SXSW London. Das Festival, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet, steht wegen seiner Reaktion auf das Einreiseverbot in der Kritik.
Cenk Uygur sollte eigentlich sowohl bei der SXSW London als auch in einem separaten Vortrag an der Universität Oxford sprechen. Sein Ausschluss erfolgte nur wenige Tage vor der Eröffnung des Festivals am 1. Juni in Shoreditch, wo es bis zum 6. Juni stattfinden wird.
Am Donnerstag nutzte Piers Morgan die Bühne der SXSW London, um die Handhabung der Situation durch die Veranstalter zu kritisieren. Er behauptete, Uygurs Einreiseverbot stehe im Zusammenhang mit dessen scharfer Kritik an der israelischen Regierung. Zudem äußerte Morgan Enttäuschung über die Reaktion des Festivals und warf ihm vor, sich nicht stärker für die Meinungsfreiheit eingesetzt zu haben.
Obwohl die SXSW London Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung bestätigte, beschränkte sich die Kontroverse nicht auf Uygurs Fall. Während seines Auftritts griff Morgan auch Prinz Harry und Meghan Markle an. Er hinterfragte deren Entscheidung, ein Geburtstagsfoto ihrer Tochter Lilibet online zu posten, während sie gleichzeitig öffentlich vor den Risiken warnen, Kinder in sozialen Medien auszusetzen.
Durch die Maßnahme des Innenministeriums können Uygur und Piker nun nicht an ihren geplanten Terminen teilnehmen. Die SXSW London läuft noch bis zum 6. Juni weiter, doch die Debatte über Meinungsfreiheit und politische Kritik bleibt ungelöst. Morgans Äußerungen auf der Bühne haben die Diskussion über die Haltung des Festivals zu diesem Thema weiter angeheizt.






