EPA und Südkorea stärken Zusammenarbeit bei Patenten und Innovation
Eine hochrangige Delegation aus der Republik Korea besuchte diese Woche das Europäische Patentamt (EPA) in München. Bei dem Treffen kamen Vertreter zusammen, um die Zusammenarbeit im Patentwesen sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich des geistigen Eigentums zu erörtern. Beide Seiten betonten ihr Engagement für die künftige Kooperation.
Die Gespräche begannen mit einer Eröffnungsrede von Christoph Ernst, Vizepräsident des EPA für Rechts- und Internationale Angelegenheiten. Er begrüßte die Delegation unter der Leitung des Präsidenten der Korean Patent Attorneys Association (KPAA). Während der Sitzung stellte das EPA seine jüngsten Initiativen vor, darunter den Qualitätsaktionsplan 2025 sowie Verbesserungen bei Patentrecherche- und Prüfungsverfahren.
Das EPA präsentierte zudem sein Observatorium für Patente und Technologie, das Trends in den Bereichen Innovationsfinanzierung, Nachhaltigkeit, Gesundheit und QuantenTechnologien verfolgt. Wie aus den im Rahmen des Treffens geteilten Daten hervorging, wurden 2024 85,1 Prozent der Standardrechercheberichte fristgerecht erstellt. Samsung zählte im vergangenen Jahr zu den drei weltweit führenden Unternehmen, die für Patente die einheitliche Wirkung beantragten.
Die KPAA informierte über aktuelle Fortschritte im Bereich des geistigen Eigentums in Südkorea. Besonders hervorzuheben ist, dass koreanische Antragsteller 2024 in 18,9 Prozent der förderfähigen Fälle die einheitliche Wirkung beantragten – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzuführen und bis 2026 weitere gemeinsame Projekte zu prüfen.
Das Treffen festigte die Beziehungen zwischen dem EPA und den koreanischen Patentbehörden. In Folgegesprächen soll die Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation und Patenteffizienz weiter vertieft werden. Der Fokus des EPA auf Termintreue und aufstrebende Technologien wird voraussichtlich die künftige Kooperation prägen.






