19 June 2026, 16:20

EU stärkt Wettbewerbsfähigkeit und hält Kurs in der Ukraine-Frage

Merz zieht gemischtes Fazit nach EU-Rat - Schuldenstreit ungelöst

EU stärkt Wettbewerbsfähigkeit und hält Kurs in der Ukraine-Frage

In den vergangenen Wochen hat sich die Lage an der Front zugunsten der Ukraine entwickelt. Unterdessen haben die EU-Staats- und Regierungschefs Maßnahmen ergriffen, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Handelsfragen anzugehen. Die Debatten über den mehrjährigen Finanzrahmen der Union haben zudem unter den Mitgliedstaaten für Diskussionen gesorgt.

Die EU hat ihre Unterstützung für die Ukraine erneut bekräftigt und klar gemacht, dass sie im Konflikt keine neutrale Position einnimmt. Erste Rahmenbedingungen für mögliche Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine sind entstanden und stoßen auf Rückhalt bei den europäischen Partnern.

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Auf einem jüngsten Gipfel einigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, die EU vor marktverzerrenden Praktiken anderer Wirtschaftsregionen – insbesondere Chinas – zu schützen. Die Europäische Kommission wurde beauftragt, die Interessen des Blocks in Handelsverhandlungen künftig entschlossener zu vertreten. Zudem muss sie bestehende Handelsabwehrinstrumente ausbauen und neue prüfen.

Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt oberste Priorität der EU. Die Kommission wird künftig vor jedem Treffen des Europäischen Rates Fortschrittsberichte vorlegen, um die Umsetzung von Reformen zu überwachen. In den Haushaltsverhandlungen lehnen Deutschland und andere Nettozahler die Aufnahme gemeinsamer EU-Schulden in den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) ab. Friedrich Merz kritisierte den aktuellen MFR-Entwurf der Kommission als unfinanzierbar und unausgewogen. Die irische Ratspräsidentschaft soll in Kürze einen überarbeiteten, nachhaltigen Vorschlag vorlegen, der für alle Mitgliedstaaten akzeptabel ist.

Die EU hat klare wirtschaftliche und handelspolitische Ziele gesetzt und hält gleichzeitig in der Ukraine-Frage geschlossen an einer gemeinsamen Linie fest. Als nächste Schritte stehen die Überarbeitung des MFR-Entwurfs und die Überwachung der Reformfortschritte an. Die Mitgliedstaaten werden die Verhandlungen fortsetzen, um eine Haushaltslösung zu finden, die den gemeinsamen Anliegen gerecht wird.

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