25 April 2026, 18:27

FDA verwarnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung zum zweiten Mal

Plakat mit Text, der die höheren Arzneimittelpreise in den USA im Vergleich zu anderen Ländern im Jahr 2022 zeigt, begleitet von Flaschen und einer Spritze.

FDA verwarnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung zum zweiten Mal

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Novo Nordisk eine offizielle Verwarnung wegen einer irreführenden Werbung für Ozempic ausgestellt. Der Regulierungsbehörde zufolge suggeriert der Werbespot fälschlicherweise, dass das Diabetes-Medikament mehr von der FDA genehmigte Anwendungsgebiete habe als Konkurrenzprodukte. Dies ist bereits die zweite Rüge für das Unternehmen innerhalb eines Monats.

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Im Fokus der FDA-Warnung steht der Werbespot "Es gibt nur ein Ozempic", dessen Behauptung einer Überlegenheit die Behörde als täuschend einstuft. Laut FDA vereinfacht die Werbung die medizinischen Komplexitäten von Semaglutid – dem Wirkstoff des Medikaments – übermäßig. Zudem kritisiert sie die Platzierung der Sicherheitshinweise, die nach Ansicht der Behörde schwerwiegende Risiken verharmlosen.

Die FDA hat die Verwarnung als "Untitled Letter" eingestuft, eine Stufe unter einem "Warning Letter". Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Dieser Schritt folgt einer ähnlichen Rüge im Februar, die sich auf eine Werbung für Wegovy bezog – ein weiteres Medikament von Novo Nordisk, das zur Gewichtsabnahme eingesetzt wird.

Die verschärften Maßnahmen sind Teil einer breiter angelegten Initiative unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., um aggressive Pharmamarketing-Strategien einzudämmen. Die FDA verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Praktiken, die den Nutzen oder die Risiken von Arzneimitteln falsch darstellen.

Die jüngste Verwarnung erhöht den Druck auf Novo Nordisk und dessen Werbepraktiken. Das Unternehmen muss die Bedenken der FDA innerhalb der gesetzten Frist ausräumen. Bei Nichteinhaltung drohen strengere regulatorische Maßnahmen gegen seine Marketingkampagnen.

Quelle