25 March 2026, 04:23

Fendt-Chef warnt vor chinesischer Konkurrenz und Marktveränderungen bis 2027

Anzeige für einen Zweiradtraktor mit Bildern und Text, der seine Funktionen beschreibt und als in der Lage dargestellt wird, alle Farmarbeiten ohne Pferde durchzuführen.

Fendt-Chef warnt vor chinesischer Konkurrenz und Marktveränderungen bis 2027

Fendt-Chef Christoph Gröblinghoff hat seine Einschätzung zur Entwicklung des Agrarmaschinensektors abgegeben und vor verschärftem Wettbewerb gewarnt. Zwar könnte der europäische Traktormarkt bis 2027 leicht wachsen, doch der Vorstandsvorsitzende prognostiziert tiefgreifende Veränderungen, da chinesische Hersteller mit aggressiven Preisen in den Markt drängen. Das Unternehmen selbst setzt auf Automatisierung, Expansion und Hochleistungsmaschinen, um sich zu behaupten.

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2023 verkaufte Fendt weltweit rund 28.000 Traktoren. Dennoch rechnet Gröblinghoff nicht vor 2027 mit einer spürbaren Erholung des Agrarmaschinenmarktes. Sollte das Wachstum zurückkehren, erwartet er in Europa einen moderaten Anstieg von etwa 6 Prozent – von derzeit rund 150.000 auf 156.000 bis 157.000 verkaufte Traktoren.

Der Fendt-Chef warnte zudem vor dem wachsenden Druck durch chinesische Konkurrenz. Einige etablierte europäische Marken könnten seiner Einschätzung nach innerhalb eines Jahrzehnts vom Markt verschwinden, getrieben durch den harten Wettbewerb. Neue Anbieter, vor allem aus China, würden den Markt mit Produkten zu extrem niedrigen Margen fluten. In zehn Jahren, so Gröblinghoff, könnten unbekannte asiatische – größtenteils chinesische – Marken Teile des Sektors dominieren.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, investiert Fendt in Automatisierung und Robotik. Humanoide Roboter könnten künftig eine größere Rolle in der Produktion spielen. Zudem expandiert das Unternehmen in Nord- und Südamerika, doch das Werk in Marktoberdorf bleibt der zentrale Standort für die Entwicklung und Fertigung aller Radtraktoren.

Ein weiteres Problem sind die Energiekosten: Das deutsche Fendt-Werk zahlt derzeit rund 20 Cent pro Kilowattstunde – mehr als jeder andere AGCO-Standort in Europa. Trotz dieser Belastung setzt die Marke weiterhin auf große, leistungsstarke Maschinen, die auf wachstumsorientierte Profi-Landwirte zugeschnitten sind.

Fendts Strategie basiert auf Innovation, globaler Expansion und Premium-Maschinen für die großflächige Landwirtschaft. Das Unternehmen steht vor steigenden Kosten und einem immer härteren Wettbewerb, insbesondere aus China. Gröblinghoffs Warnungen deuten auf einen tiefgreifenden Wandel des Marktes in den kommenden Jahren hin – geprägt von neuen Akteuren und schrumpfenden Margen.

Quelle