Frauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg endet mit Spannungen und Festnahme
Cathrin BlümelFrauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg endet mit Spannungen und Festnahme
Über 2.000 Menschen nahmen an Frauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil
Die Demonstration, die von Spannungen und vereinzelten Auseinandersetzungen geprägt war, zog eine massive Polizeipräsenzen in der gesamten Stadt nach sich. Beamte meldeten Sachbeschädigungen sowie isolierte Vorfälle, bei denen Feuerwerkskörper gezündet wurden.
Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Teilnehmerinnen trugen Transparente und skandierten Parolen gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und Frauenhass. Auf einem Plakat stand: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu kanalisieren und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zur Wehr zu setzen – und gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie erst möglich macht. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig zusteht."
Die Stimmung blieb während der gesamten Veranstaltung spürbar angespannt. An mehreren Orten wurden Feuerwerkskörper abgefeuert, zudem flogen Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte. Die Polizei bestätigte vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter an Privatfahrzeugen und Streifenwagen. Eine Person wurde festgenommen, weil sie angeblich einen Beamten beleidigt haben soll.
Die Organisatorinnen beendeten die Kundgebung etwa zehn Minuten früher als geplant. Die Behörden hatten rund 1.800 Polizistinnen und Polizisten in ganz Berlin im Einsatz – sowohl für die Demonstration als auch für die Feierlichkeiten zur Walpurgisnacht. Später korrigierte die Polizei ihre Schätzung der Teilnehmerzahl auf etwa 2.600 Personen.
Die Veranstaltung endete mit kleineren Störungen, jedoch ohne schwere Verletzungen. Es gab Sachbeschädigungen und eine Festnahme. Die Polizei blieb mit starkem Aufgebot in der Gegend präsent, während die Nacht weiterging.






