Gauweiler schlägt CSU-Bündnis mit Freien Wählern für 2025 vor
Peter Gauweiler, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der CSU und langjähriges Bundestagsmitglied, hat ein bundesweites Bündnis zwischen seiner Partei und den Freien Wählern vorgeschlagen. Ziel des Vorhabens ist es, bei der nächsten Bundestagswahl eine bürgerlich-konservative Mehrheit zu sichern. Gauweiler argumentiert, dass eine solche Partnerschaft den Wählern einen neuen Grund geben würde, die Freien Wähler statt anderer Parteien zu unterstützen.
Gauweiler regte an, dass beide Parteien 2025 unter dem Namen Bündnis Freie Wähler/CSU antreten könnten. Als funktionierendes Vorbild nannte er Bayern, wo die CSU seit 2018 gemeinsam mit den Freien Wählern regiert. Zunächst sollten die Freien Wähler in Landkreisen und Kommunen außerhalb Bayerns eigene Kandidaten aufstellen.
Laut Gauweiler spiegeln die linksgerichteten Politikansätze der aktuellen Regierung nicht die bürgerlich-konservativen Präferenzen vieler Wähler wider. Zudem habe der Aufstieg der rechtsextremen AfD die Unionsparteien (CDU/CSU) wiederholt in Koalitionen mit SPD oder Grünen gedrängt. Die AfD bezeichnete er als nicht koalitionsfähig, während die FDP zu schwach sei, um ausreichend Stimmen für eine stabile Regierung zu sichern.
Obwohl Gauweiler dem Vorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, bescheinigte, das Profil der Partei geschärft zu haben, verwies er darauf, dass deren Kandidatenbasis bisher auf Bayern beschränkt bleibe. Ein formelles Bündnis, so seine Argumentation, würde die Reichweite der Freien Wähler ausbauen und den bürgerlich-konservativen Block bundesweit stärken.
Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Gauweiler die politische Dynamik vor der nächsten Bundestagswahl beeinflussen möchte. Sollte das Bündnis umgesetzt werden, könnte es die bürgerlich-konservative Landschaft in Deutschland neu prägen. CSU und Freie Wähler haben sich bisher noch nicht offiziell zu dem Plan geäußert.






