Gescheiterte Rettung: Bayerns größter Legehennen-Schlachtbetrieb bleibt geschlossen
Mariechen Grein GrothGescheiterte Rettung: Bayerns größter Legehennen-Schlachtbetrieb bleibt geschlossen
Pläne zur Wiedereröffnung des größten Legehennen-Schlachtbetriebs Bayerns gescheitert
Nach monatelangen Verhandlungen sind die Bemühungen zur Wiederinbetriebnahme des größten Schlachtbetriebs für Legehennen in Bayern gescheitert. Die Anlage, die einst vom Geflügelhof Buckl betrieben wurde, war im April wegen Verstößen gegen den Tierschutz geschlossen worden. Landwirte stehen nun vor wachsenden Herausforderungen, da keine Alternativen in Sicht sind.
Der Buckl-Schlachtbetrieb stellte Ende April den Betrieb ein, nachdem Verstöße gegen Tierschutzvorschriften bestätigt worden waren. Damit verloren Geflügelhalter eine zentrale Verarbeitungsstätte – besonders betroffen sind kleinere Betriebe mit älteren Hennen.
Der Bayerische Geflügelzüchterverband (LVBG) verhandelte fünf Monate lang über eine Wiedereröffnung des Werks. Rund 150 Unternehmen sagten ihre Unterstützung zu und boten etwa zwei Millionen Euro Eigenkapital an. Doch die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA) verlangte deutlich höhere Eigenkapitalanteile und verweigerte Bürgschaften für das Projekt.
Trotz großen Interesses lokaler Betriebe erwiesen sich die finanziellen Hürden als zu hoch. Experten warnten, dass ein neuer Betrieb frühestens 2028 oder 2029 Gewinne abwerfen würde. Dennoch zeigen landwirtschaftliche Verbände weiterhin Bereitschaft, die Produktion wiederaufzunehmen – vorausgesetzt, die Eigenkapitalanforderungen werden gelockert.
Die Schließung hinterlässt Legehennenhalter ohne ausreichende Möglichkeiten zur Verarbeitung älterer Tiere. Besonders kleine Produzenten kämpfen nun um Alternativen. Ohne funktionierenden Schlachtbetrieb drohen der Branche langfristige Störungen und steigende Kosten.






