30 May 2026, 18:21

Google führt KI-Filter für sensible Bilder auf Android ein – doch Transparenz fehlt

Google führt AI-gestützte Fotoüberprüfung auf Android ein

Google führt KI-Filter für sensible Bilder auf Android ein – doch Transparenz fehlt

Google hat eine neue, KI-gestützte Funktion für Android-Geräte eingeführt, die sensible Bilder automatisch unkenntlich macht. Das ursprünglich unter dem Namen SafetyCore entwickelte Tool durchsucht Fotos direkt auf dem Nutzerhandy, ohne Daten mit externen Servern auszutauschen. Die Einführung erfolgt zu einer Zeit, in der die Sorgen um digitale Privatsphäre weiter zunehmen.

Die Funktion nutzt maschinelle Lernmodelle, die lokal auf dem Gerät laufen. Sobald sie aktiviert ist, erkennt und verwischt sie nackte oder explizite Bilder, um Nutzer vor unbeabsichtigtem Kontakt mit solchen Inhalten zu schützen. Bei Kindern ist die Einstellung standardmäßig aktiviert, während Erwachsene sie manuell in den Geräteeinstellungen einschalten müssen.

Die zugrundeliegende Technologie bleibt jedoch Closed-Source – das bedeutet, dass die Modelle und der Programmcode nicht öffentlich zugänglich sind. Dies wirft Fragen zur Transparenz auf und lässt offen, wie das System künftig eingesetzt werden könnte. Einige Experten warnen, dass ähnliche Tools langfristig dazu genutzt werden könnten, auch andere Inhaltsarten zu klassifizieren.

Googles Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden Drucks auf Tech-Unternehmen, die Datensicherheit zu verbessern. Die Einführung dieser Funktion könnte Konkurrenten dazu veranlassen, eigene, datenschutzorientierte Lösungen zu entwickeln. Mit der Zeit könnte die Technologie weiterentwickelt werden, um ein breiteres Spektrum sensibler Inhalte zu erkennen.

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Das neue Tool soll Nutzern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben, indem es Bilder direkt auf ihren Geräten verarbeitet. Es spiegelt einen größeren Trend hin zu KI auf dem Endgerät wider, um die Weitergabe von Daten einzuschränken. Dennoch bleiben der fehlende Open-Source-Zugang und mögliche künftige Anwendungen Diskussionspunkte.

Quelle