10 June 2026, 20:27

Grüne fragen nach Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne fragen nach Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung eingereicht. Darin fordern sie Auskunft über mögliche Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen. Die Anfrage unterstreicht wachsende Bedenken hinsichtlich extremistischer Verknüpfungen innerhalb bestimmter christlicher Kreise.

In der Kleinen Anfrage wird nach Umfang, Struktur und Gefahrenpotenzial christlich-fundamentalistischer Gruppen mit extremistischen Bezügen gefragt. Namentlich genannt werden unter anderem Organisationen wie Alliance Defending Freedom International sowie der Bundesverband Lebensrecht, der für seinen jährlichen „Marsch für das Leben“ bekannt ist. Die Anfrage führt zudem Personen auf, darunter Mitglieder einer Pforzheimer Sekte, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, sowie prominente Vertreter aus dem Umfeld der deutschen Freikirchen.

Die Grünen interessieren sich zudem für mögliche Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien wie der Alternative für Deutschland (AfD). Darüber hinaus schlagen sie politische Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem politischem Extremismus zu entfernen. Deutsche Medien, darunter ARD und ZDF, haben kürzlich kritische Dokumentationen über konservative christliche Gruppen ausgestrahlt.

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Einige der in der Anfrage Genannten haben bereits reagiert. Leonard Jäger wirft den Grünen vor, christlich-konservative Positionen moralisch diskreditieren zu wollen. Tobias Riemenschneider sieht darin einen Versuch, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Die Anfrage spiegelt die zunehmende öffentliche Prüfung mutmaßlicher Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremem Gedankengut in Deutschland wider. Sie fordert Transparenz und mögliche politische Gegenmaßnahmen, um diese Bedenken anzugehen. Die Bundesregierung wird nun erwartet, auf die Fragen der Grünen zu antworten.

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