Grüne warnen vor Gaspreisschock: "Dieser Winter wird teuer"
Julia Verlinden, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und energiepolitische Sprecherin ihrer Partei, hat gewarnt, dass die steigenden Gaspreise bald die Verbraucher treffen werden. Sie forderte die Bundesregierung auf, jetzt zu handeln, um unerwartete Belastungen zu vermeiden und die Abhängigkeit von Gas zu verringern.
Verlinden betonte, dass sich langfristige Lieferverträge zwar verzögernd auf die Weitergabe der Preiserhöhungen an die Haushalte auswirken würden. Gleichzeitig warnte sie jedoch vor plötzlichen Preissprüngen in diesem Winter – etwa durch Lieferengpässe, wie eine Blockade der Straße von Hormus.
Kritik übte sie an der Bundesregierung, die mit Gesetzen wie dem Gebäudeenergiegesetz und dem Stromversorgungssicherheitsgesetz (StromVKG) den Gasverbrauch eher fördere als zu reduzieren. Zudem verwies Verlinden auf die Bedeutung ungenutzter Gasreserven für die Versorgungssicherheit.
Angesichts des Sommers als Chance für Kurskorrekturen plädierte sie für Investitionen in alternative Energiequellen. Wer jetzt vorgebeuge, könne spätere Engpässe vermeiden, so Verlinden. Verbraucher sollten sich auf höhere Kosten einstellen und ihren Gasverbrauch wo möglich senken. Entscheidend sei es, noch vor dem Winter die Abkehr vom Gas voranzutreiben – denn präventive Maßnahmen heute könnten die Belastung abfedern, wenn die Preise schließlich steigen.






