Grüne werfen Merz vor: Deutschland versagt bei Trumps NATO-Drohungen
Aysel MitschkeGrüne werfen Merz vor: Deutschland versagt bei Trumps NATO-Drohungen
Die verteidigungspolitische Expertin der Grünen, Sara Nanni, hat Bundeskanzler Friedrich Merz vorgeworfen, nicht verhindert zu haben, dass US-Präsident Donald Trump erneut mit dem Abzug amerikanischer Truppen aus Europa droht. In einer scharfen Kritik monierte sie, dass die fehlende Strategie Deutschlands die NATO politischer Unsicherheit aussetze.
Nanni argumentierte, dass klarere Vorgaben bereits früher hätten verhindern können, dass Trump seine jüngste Warnung aussprach. Sie verwies darauf, dass es seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 keinen deutschen Plan gebe, und bezeichnete den aktuellen Kurs als wirkungslos.
Zudem forderte sie Merz auf, seine Position als Kanzler zu nutzen, um deutsche Interessen durchzusetzen. Statt auf Trumps Unberechenbarkeit zu reagieren, verlangte sie von der CDU-geführten Regierung eine kohärente Langzeitstrategie.
In ihren Äußerungen betonte Nanni, dass die USA genauso auf die NATO angewiesen seien wie das Bündnis auf Washington. Ohne eine klare deutsche Haltung, warnte sie, könnte die transatlantische Sicherheit weiteren Risiken ausgesetzt sein.
Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen hat damit deutlich gemacht, dass Deutschland eine aktivere Rolle bei der Gestaltung der NATO-Politik einnehmen müsse. Ihre Kritik unterstreicht die anhaltenden Bedenken, wie Berlin mit einer unberechenbaren US-Regierung umgeht.






