Hitze legt Nürnbergs Straßenbahn lahm – unbestimmte Stillstandsdauer nach Schmelzschäden
Mariechen Grein GrothHitze legt Nürnbergs Straßenbahn lahm – unbestimmte Stillstandsdauer nach Schmelzschäden
Nürnbergs Straßenbahnnetz nach Hitzeschäden bis auf Weiteres lahmgelegt
Nach extremer Hitze, die schwere Schäden verursacht hat, ist der Straßenbahnverkehr in Nürnberg auf unbestimmte Zeit eingestellt worden. Der städtische Verkehrsbetrieb VAG stoppte den Betrieb aus Sicherheitsgründen, nachdem sich bituminöse Fugenmassen verflüssigt hatten und Schienen sowie Fahrzeuge verschmutzten.
Rekordtemperaturen ließen die Bitumenfüllungen zwischen den Gleisen schmelzen. Das Material klebte an Rädern und Schienen, sodass ein regulärer Betrieb unmöglich wurde. Nun muss das gesamte Netz gründlich überprüft werden, bevor der Fahrbetrieb wiederaufgenommen werden kann.
Die Aufräumarbeiten dauern noch an, und abschließende Anpassungen stehen aus. Die Reparaturen werden voraussichtlich sehr arbeitsintensiv – wie umfangreich sie ausfallen und wie lange sie dauern, ist noch unklar. Die VAG rechnet mit finanziellen Belastungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.
Da die Straßenbahnen nicht fahren, springen Taxis und Busse ein. Sie nehmen Fahrgäste nicht an den offiziellen Haltestellen, sondern am Straßenrand auf. Behörden sprechen von einer beispiellosen Situation, die direkt auf den Klimawandel zurückzuführen sei. Nun müssten sowohl Betreiber als auch Hersteller sich an die neuen Bedingungen anpassen – staatliche Unterstützung gelte dabei als unverzichtbar.
Der Ausfall zeigt, welche wachsenden Herausforderungen Extremwetter für den öffentlichen Nahverkehr darstellt. Bis die Reparaturen und Kontrollen abgeschlossen sind, bleiben die Ersatzlösungen bestehen. Der Vorfall hat bereits zu erheblichen Behinderungen und finanziellen Verlusten für die Stadt geführt.
