Holzpreise explodieren: Deutsche Sägewerke kämpfen ums Überleben
Holzpreise in Deutschland erreichen 35-Jahres-Hoch und bringen die Holzindustrie in Turbulenzen
Die Preise für Holz in Deutschland haben ein 35-Jahres-Hoch erreicht und sorgen für massive Störungen in der Holzbranche. Sägewerke zahlen mittlerweile über 130 Euro pro Kubikmeter für Standard-Fichtenstammholz, bei höherwertigen Sorten fallen die Kosten noch höher aus. Die Knappheit an käfergeschädigtem Holz – einst eine wichtige Bezugsquelle – hat die Krise weiter verschärft.
In Bayern stammt normalerweise die Hälfte des Holzeinschlags aus von Borkenkäfern befallenen Bäumen. Doch dieses Schadholz ist mittlerweile rar geworden, sodass Sägewerke Mühe haben, überhaupt noch an Rohstoffe zu kommen. Viele Lagerplätze in Süddeutschland stehen leer, sodass die Betriebe Rekordpreise zahlen müssen, um überhaupt weiterproduzieren zu können.
Aktuelle Verträge zeigen, dass Fichtenstammholz für 133 Euro oder mehr pro Kubikmeter gehandelt wird. Auch die Preise für Kiefernholz sind stark gestiegen und liegen zwischen 95 und 110 Euro pro Kubikmeter. Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie warnt, dass ohne eine deutliche Steigerung der Holzeinschläge die Sägewerksbranche bis Anfang 2026 in ihrer Existenz bedroht sein könnte.
Die Situation hat die Holzpreise auf ein noch nie dagewesenes Niveau getrieben. Daten vom März 2026 zeigen, dass Fichtenholz zwischen 129 und 135 Euro pro Kubikmeter kostet – weit über dem historischen Durchschnitt. Branchenexperten betonen, dass ohne schnelles Handeln die Engpässe und hohen Kosten viele Sägewerke zur Schließung zwingen könnten.
Die Holzkrise treibt die Sägewerke in eine existenzbedrohende Kostenfalle. Da käfergeschädigtes Holz nicht mehr in großen Mengen verfügbar ist, steht die Branche unter enormem Druck. Falls die Holzeinschläge nicht kurzfristig steigen, könnte der deutsche Holzsektor bereits im kommenden Jahr mit flächendeckenden Werksstilllegungen konfrontiert sein.






