it-sa 2025 bricht Besucherrekord – zwischen Lob und Kritik an Cybersicherheitsstandards
Aysel Mitschkeit-sa 2025 bricht Besucherrekord – zwischen Lob und Kritik an Cybersicherheitsstandards
it-sa 2025 endet in Nürnberg mit Rekordbeteiligung – Lob und Kritik im Gleichklang
Die Fachmesse it-sa 2025 ist in Nürnberg mit einer Rekordzahl an Besuchern zu Ende gegangen – begleitet von einer Mischung aus Anerkennung und konstruktiver Kritik. Über 28.000 Gäste aus 64 Ländern kamen zusammen, um aktuelle Trends in der Cybersicherheit zu diskutieren, während Aussteller die zögerliche Entwicklung in zentralen Bereichen bemängelten. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr, wie IT-Sicherheit heute nicht nur technische, sondern auch politische und wirtschaftliche Entscheidungen weltweit prägt.
In diesem Jahr präsentierten sich 990 Aussteller in fünf Messehallen, was die it-sa zu einer der größten Cybersicherheitsmessen Europas machte. Im Mittelpunkt der Debatten standen das Leitmotiv "IT-Sicherheit Made in Germany" sowie neue Regularien wie NIS2, DORA und die Rolle Künstlicher Intelligenz in Abwehrsystemen.
Kritik an Standards und Regulierung Viele Aussteller zeigten sich unzufrieden mit den Cybersicherheitsstandards der Automobilindustrie, die sie als unzureichend für moderne Bedrohungsszenarien bewerteten. Andere kritisierten die NIS2-Richtlinie: Sie biete zu viele Versprechungen, aber zu wenig greifbare Fortschritte.
Dr. Holger Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender des IT-Sicherheitsverbands TeleTrusT, nutzte die Plattform, um die Stärken der deutschen IT-Sicherheitsbranche zu betonen und deren wachsenden Einfluss zu unterstreichen. Gleichzeitig hielt Dr. Jean-Marc Rickli einen vielbeachteten Vortrag zum Thema "Technologie als geopolitische Waffe" und analysierte, wie digitale Werkzeuge zunehmend zu Schlüsselinstrumenten in globalen Machtkämpfen werden.
Ausblick auf 2026 Die Veranstalter bestätigten, dass die nächste it-sa vom 27. bis 29. Oktober 2026 wieder in Nürnberg stattfinden wird. Die Messe endete mit einer klaren Botschaft: Cybersicherheit ist längst keine rein technische Herausforderung mehr, sondern eine zentrale wirtschaftliche und politische Frage. Zwar demonstrierte die deutsche Branche ihre Kompetenz, doch die Aussteller forderten schnellere Umsetzung bei Regularien und eine engere Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Die it-sa 2026 wird diese Diskussionen voraussichtlich vertiefen – angesichts sich weiterentwickelnder Bedrohungen und Technologien.






