Kasachstan will Europas Tor zu Asien mit 40-Milliarden-Investition werden
Cathrin BlümelKasachstan will Europas Tor zu Asien mit 40-Milliarden-Investition werden
Kasachstan strebt danach, zu einem zentralen Transitknotenpunkt zwischen Europa und Asien zu werden. Die Regierung hat Pläne bekannt gegeben, 22 Flughäfen sowie die Häfen von Aктаu und Kuryk für europäische Investoren zu öffnen. Ein großes Investitionsprogramm im Wert von rund 40 Milliarden Euro soll in den nächsten fünf Jahren Straßen, Eisenbahnen und Häfen modernisieren.
Während eines kürzlichen Besuchs in Deutschland führte Marat Karabajew, kasachischer Verkehrsminister, Gespräche mit führenden Transportunternehmen. Er traf sich mit Jost Lammers, dem Vorstandsvorsitzenden des Flughafens München, um über eine Erhöhung der Flugfrequenzen und die Aufwertung der Flughafeninfrastruktur zu sprechen. Zudem wurde eine neue Direktverbindung zwischen Schymkent und München als Schritt zur Stärkung der Luftverkehrsverbindungen hervorgehoben.
Karabajew unterzeichnete anschließend eine Absichtserklärung mit der Europäischen Investitionsbank (EIB), um gemeinsame Verkehrsprojekte zu finanzieren. Zudem traf er sich mit Andreas Lübs, dem CEO von DB Cargo Eurasia, um mögliche Partnerschaften im Schienengüterverkehr zwischen der EU und Zentralasien zu erörtern. Ein weiteres Gespräch mit Stefan Bobsien von Siemens Mobility konzentrierte sich auf die Modernisierung des kasachischen Eisenbahnsektors.
Der transkaspische Transportkorridor hat bereits erhebliche Verbesserungen erfahren. Der Containerverkehr ist in den letzten Jahren stark angestiegen, während sich die Transitzeiten von über 50 Tagen auf nur noch 19–23 Tage verkürzt haben. Bis 2029 soll die Kapazität der Route auf 35 Millionen Tonnen pro Jahr steigen.
Mit den Verkehrsmodernisierungen will Kasachstan seine Rolle als Brücke zwischen Europa und Asien ausbauen. Die Investitionen in Höhe von 40 Milliarden Euro sollen Flughäfen, Seehäfen und Eisenbahnstrecken erweitern, während neue Vereinbarungen mit deutschen und europäischen Partnern Handel und Logistik stärken werden. Die Maßnahmen dürften die Transitzeiten weiter verkürzen und das Frachtaufkommen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.






