KI-gestützte Sensoren sollen Oktoberfest-Besucherströme intelligent steuern
Hermann KreuselKI-gestützte Sensoren sollen Oktoberfest-Besucherströme intelligent steuern
Deutsches Start-up schlägt neues System zur Besucherlenkung auf dem Oktoberfest vor
Das Münchner Start-up dataMatters hat ein innovatives Konzept vorgestellt, um Menschenmassen auf dem Oktoberfest besser zu steuern. Mithilfe von Sensoren sollen Besucherbewegungen in Echtzeit erfasst werden, um Überfüllungen wie die vorübergehende Schließung am vergangenen Sonntag zu verhindern. Ähnliche Technologien setzt das Unternehmen bereits in anderen Städten ein, um Wartezeiten zu verkürzen und öffentliche Dienstleistungen zu optimieren.
Das System sieht vor, Bluetooth- und LiDAR-Sensoren rund um die Festzelte und Zugangswege auf der Wiesn zu installieren. Diese Geräte erfassen anonyme Signale von den Handys oder anderen Geräten der Besucher, zählen deren Anwesenheit, ohne jedoch persönliche Daten zu speichern. Die anonymisierten Zahlen werden dann an eine zentrale Plattform übermittelt, wo eine KI Muster analysiert und mögliche Engpässe vorhersehen soll, bevor sie entstehen.
Die Sensoren arbeiten mit Solarenergie und Langzeitbatterien, die nur alle zehn Jahre gewartet werden müssen. Dieses energieeffiziente Design sorgt für eine unterbrechungsfreie Überwachung bei minimalem Aufwand. dataMatters plant, das System 2025 in München zu testen; eine vollständige Echtzeit-Erfassung könnte ab 2026 realisiert werden.
Über das Oktoberfest hinaus hat das Start-up ein Betriebssystem für Städte entwickelt, das Verkehr und Energieverbrauch optimieren soll. Die Technologie kommt bereits an anderen Orten zum Einsatz – etwa zur Erfassung von Fußgängerströmen in öffentlichen Räumen, um Dienstleistungen zu verbessern und Wartezeiten zu reduzieren.
Falls das System eingeführt wird, könnte es den Veranstaltern helfen, schneller auf Besucherandrang zu reagieren und Vorfälle wie die Schließung am vergangenen Wochenende zu vermeiden. Die Daten bleiben dabei anonym und erfassen lediglich Bewegungsmuster, nicht jedoch individuelle Spuren. Ob der Vorschlag umgesetzt wird, haben die Münchner Behörden noch nicht entschieden.






