KI revolutioniert die Spielerbewertung im Fußball durch Körpersprache-Analyse
Hermann KreuselKI revolutioniert die Spielerbewertung im Fußball durch Körpersprache-Analyse
Künstliche Intelligenz spielt im Fußball eine immer größere Rolle – vor allem bei der Spielerbewertung durch Vereine. Ein neues System, entwickelt vom ehemaligen Profi Yaw Amankwah und dem Psychologieprofessor Geir Jordet, analysiert Körpersprache und Gesten, um mentale Zustände zu erkennen. Spitzenmannschaften wie der FC Bayern München und Brighton & Hove Albion setzen diese Technologie bereits ein, um ihre Strategien in der Spielerverpflichtung und -entwicklung zu verfeinern.
Das System wertet über 100.000 einzigartige Beobachtungen aus, um eine detaillierte Datenbank zum Spielerverhalten aufzubauen. Im Fokus stehen psychologische Aspekte, die Clubs dabei helfen, zu verstehen, wie Athleten unter Druck oder in entscheidenden Momenten reagieren. Dieser Ansatz geht über herkömmliche Leistungsdaten hinaus und bietet tiefere Einblicke in die Denkweise eines Spielers.
Top-Teams, darunter der FC Bayern unter dem ehemaligen Trainer Julian Nagelsmann, haben die Technologie bereits getestet. Ziel ist es, die Entscheidungsfindung bei der Talentsichtung und der Betreuung von Spielern zu verbessern. Durch die Analyse subtiler Signale kann die KI Eigenschaften aufdecken, die sonst unbemerkt blieben – etwa Belastbarkeit, Selbstvertrauen oder Stresslevel.
Experten gehen davon aus, dass diese Methode neue Maßstäbe in der Spielerbewertung setzen könnte. Statt sich allein auf physische Statistiken zu stützen, können Vereine nun auch die psychische Verfassung berücksichtigen. Zudem könnte sich die Technologie auf weitere Bereiche ausweiten, etwa die Nachwuchsförderung oder die langfristige Karriereplanung.
Der Einsatz von KI im Fußball steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch ihr Einfluss auf die Spielerrekrutierung und -betreuung ist bereits spürbar. Vereine, die diese Tools nutzen, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil, indem sie fundiertere Entscheidungen treffen. Mit der Weiterentwicklung des Systems könnte es künftig zum Standard in der Talentförderung und -sichtung gehören.






