Kinderschützer fordern Stopp von Epstein-Merch auf Online-Plattformen
Cathrin BlümelKinderschützer fordern Stopp von Epstein-Merch auf Online-Plattformen
Mehrere Online-Marktplätze verkaufen Sweatshirts und T-Shirts mit den Initialen JEE – eine Anspielung auf den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die Artikel wurden auf Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay angeboten. Nun fordert eine französische Kinderschutzorganisation deren Entfernung, da solche Verkäufe schwere Straftaten verharmlosten.
Die französische Initiative Mouv'Enfants, die sich für den Schutz von Kindern einsetzt, verurteilte den Verkauf von Kleidung mit Bezug zu Epstein scharf. Der Gründer der Organisation, Arnaud Gallais, forderte die Digitalplattformen zum Handeln auf und kritisierte die lasche Überwachung anstößiger Inhalte. Er betonte, Epstein sei keine Kultfigur, sondern ein verurteilter Verbrecher, der systematisch sexuelle Gewalt an Minderjährigen verübt habe.
Die Organisation wirft den Plattformen zudem vor, durch den Verkauf solcher Produkte Epsteins Verbrechen zu normalisieren und seine berüchtigte Bekanntheit für Profitzwecke auszunutzen. Auf einigen der T-Shirts fanden sich sogar Motive, die angebliche Verbindungen zwischen Epstein und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump thematisierten.
Vinted und eBay kündigten inzwischen an, die betroffenen Artikel zu entfernen. Vinted erklärte, man verfolge eine Null-Toleranz-Politik gegenüber unangemessenen Inhalten, darunter auch Angebote mit Bezug zu Straftaten. Wie viele Listen bereits gelöscht wurden und ob weitere Maßnahmen folgen, teilten die Plattformen jedoch nicht mit.
Die Löschung der Artikel erfolgte nach Druck durch Mouv'Enfants, die seit Langem kritisiert, dass große Digitalplattformen oft keine Konsequenzen für schädliche Inhalte tragen müssten. Die Kampagne der Organisation lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Probleme bei der Regulierung anstößiger Waren auf Online-Marktplätzen. Zwar bestätigten Vinted und eBay, dass ihre Richtlinien solche Angebote verbieten – zusätzliche Schritte wurden jedoch nicht angekündigt.






