Klöckner fordert Kirche auf: Mehr Spiritualität, weniger Politik vor Katholikentag
Hermann KreuselKlöckner fordert Kirche auf: Mehr Spiritualität, weniger Politik vor Katholikentag
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die katholische Kirche aufgefordert, zu ihrem eigentlichen Auftrag zurückzukehren. Die CDU-Politikerin betonte in einer jüngeren Stellungnahme, dass spirituelle Führung Vorrang vor politischem Engagement haben müsse. Ihre Äußerungen fallen kurz vor dem Katholikentag, an dessen Organisation sie nicht beteiligt ist.
Klöckner warnte, die Kirche riskiere ihre unverwechselbare Identität zu verlieren, wenn sie sich ständig an flüchtige Trends anpasse. Stattdessen solle sie sich den grundlegenden Lebensfragen widmen und in Krisenzeiten Trost spenden. Gerade junge Menschen suchten angesichts von Kriegen, Klimasorgen und Unsicherheit nach Sinn, so die Politikerin.
Zur Entscheidung, AfD-Politiker vom Katholikentag auszuschließen, bezog Klöckner keine gegensätzliche Position. Gleichzeitig unterstrich sie, wie wichtig offene Debatten innerhalb der Glaubensgemeinschaft bleiben – selbst bei kontroversen Themen. Zudem mahnte sie, die Kirche dürfe sich nicht wie eine politische Partei verhalten, da sie sonst den spirituellen Bedürfnissen der Menschen nicht gerecht werde.
Als Beispiele verwies sie auf England und Frankreich, wo die Kirche durch eine stärkere Fokussierung auf den Glauben – statt auf Politik – wieder mehr Zustimmung gewonnen habe. Klöckners Aussagen unterstreichen den Appell, dass die katholische Kirche ihre spirituelle Rolle in den Vordergrund stellen solle. Nur so könne sie jenen gerecht werden, die Trost und Orientierung suchen. Die Bundestagspräsidentin ist weder in die Planung des Katholikentags eingebunden noch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.






