Kohlekraft tötet mehr Menschen als Windräder Vögel – neue Studien zeigen das wahre Ausmaß
Hermann KreuselKohlekraft tötet mehr Menschen als Windräder Vögel – neue Studien zeigen das wahre Ausmaß
Eine neue Debatte über die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen verschiedener Energiequellen ist entbrannt. Kritiker verweisen oft auf die Gefahren, die Windräder für Vögel darstellen – doch aktuelle Studien zeigen, dass die Kohlekraft weitaus schwerwiegendere Folgen für Mensch und Tier hat.
Gegner der Windenergie argumentieren, dass Windturbinen jährlich Zehntausende Vögel töten. Pro Anlage wird mit einigen Vogelopfern pro Jahr gerechnet. Daten zu Vogelsterben durch Emissionen von Kohlekraftwerken fehlen dagegen fast vollständig.
Forschungen von Craig Morris deuten darauf hin, dass die menschlichen Kosten der Kohle unvergleichlich höher sind. In Indien wird in einem Bericht der Ausstoß von Kohlekraftwerken mit über 100.000 Todesfällen pro Jahr in Verbindung gebracht. In der kanadischen Provinz Alberta soll die Kohleenergie jährlich etwa 35.000 vorzeitige Todesfälle verursachen. Eine Harvard-Studie kam zudem zu dem Ergebnis, dass die durch Kohleverschmutzung bedingten Gesundheitskosten in den USA jährlich 345 Milliarden Dollar erreichen.
Die Umweltstandards für Kohlekraftwerke in Indien sind deutlich lascher als in Nordamerika. Green Budget Germany schlug vor, den Preis für Kohlestrom um 0,12 Euro zu erhöhen, um die versteckten Kosten abzubilden. Die Solarenergie bietet unterdessen einen anderen Ansatz: Bodenmontierte Solarmodule lassen sich mit der Beweidung durch Nutztiere vereinen.
Der Vergleich der Energiequellen offenbart deutliche Unterschiede in ihren Auswirkungen. Kohlekraft verursacht eine hohe Zahl an Todesopfern und immense wirtschaftliche Belastungen, während Windräder eine kleinere, aber sichtbarere Bedrohung für Vögel darstellen. Die Solarenergie stellt eine Alternative dar, die sogar Potenzial für eine Koexistenz mit der Landwirtschaft bietet.






