20 June 2026, 00:24

Köln und Düsseldorf fordern radikale Drogenpolitik: Legalisierung harter Drogen in kontrollierten Zentren

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern radikale Drogenpolitik: Legalisierung harter Drogen in kontrollierten Zentren

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für einen radikalen Wandel in der Drogenpolitik ein. Sie fordern die Legalisierung des Handels mit harten Drogen in kontrollierten Einrichtungen, um die steigende Suchtproblematik und Kriminalität einzudämmen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der der Konsum von Crack in mehreren deutschen Großstädten den von Heroin überholt hat.

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In Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund ist Crack mittlerweile die am weitesten verbreitete illegale Droge. Abhängige versammeln sich häufig in öffentlichen Räumen, rauchen in Hauseingängen und verursachen bei Anwohnern erhebliche Belastungen. Torsten Burmester beschreibt den Kölner Neumarkt als Brennpunkt des Drogenkonsums, wo sich die Situation für Anwohner und Geschäftsleute zunehmend verschärft.

Burmester und Stephan Keller, die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf, schlagen nun medizinisch überwachte Zentren vor, in denen Suchtkranke kleine Mengen harter Drogen kaufen und verkaufen könnten. Damit soll die mit der Abhängigkeit verbundene Straßenkriminalität – wie Diebstahl, Prostitution und aggressives Betteln – verringert werden. Die Oberbürgermeister haben zudem den Justizminister von Nordrhein-Westfalen gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Mikrohandel in diesen Einrichtungen zu prüfen.

Das Personal in den Zentren würde klare rechtliche Vorgaben befolgen, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Ziel des Plans ist es, das Chaos durch den offenen Drogenkonsum und dessen Auswirkungen auf die Gemeinschaften zu bekämpfen. Das Vorhaben zielt darauf ab, den Drogenhandel in festgelegten Räumen unter Kontrolle zu bringen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, könnte dies die Art und Weise verändern, wie Städte mit Sucht und ihren sozialen Folgen umgehen. Die Oberbürgermeister hoffen, dass dieser Ansatz das Leid sowohl für Abhängige als auch für Anwohner lindern wird.

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